Ulrichstein (au). Der VdK Ulrichstein arbeitet am Wechsel vom Kreisverband Lauterbach zu dem in Alsfeld - nach Querelen des Vorstands mit der Geschäftsstelle. Nun wird noch eine Vermittlungsrunde versucht.
Bezirksvorsitzender Harald Post (stehend) informierte die VdK-Mitglieder über umfangreiche Formalitäten bei einem Kreisverbandswechsel. (Foto: au)
Ulrichstein (au). Ein angestrebter Wechsel des VdK-Ortsvereins Ulrichstein vom Kreisverband Lauterbach in den Kreisverband Alsfeld wurde am Samstagnachmittag nach längerer Diskussion zunächst verschoben. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hatte zunächst Ortsvereinsvorsitzender Willi Appel über Vorkommnisse zwischen dem Ortsverein und der Kreisgeschäftsstelle Lauterbach beziehungsweise mit dem Kreisvorsitzenden Horst Reiß informiert. Unter anderem warf Appel dem Kreisvorsitzenden vor, seit März 2011 trotz vorliegender Anträge zu Fortbildungen und Schulungen keine Informationen weiter geleitet zu haben. Gegenstand der Kritik war außerdem ein Vorfall anlässlich der Wahl des neuen Kreisvorstandes Ende Oktober 2011.
Der Ortsvereinsvorstand habe deshalb Mitte November des Vorjahres über einen Wechsel in den Kreisverband Alsfeld beraten und die Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung eingeladen. Zur Vorbereitung dieses Vorhabens fand in der vergangenen Woche zunächst ein Schlichtungsgespräch unter Leitung des VdK-Bezirksvorsitzenden Harald Post statt. Bei diesem wurden zwar einige der Streitpunkte ausgeräumt, aber doch konnte das Thema eines Ortsvereinswechsels nicht endgültig aus der Welt geschaffen werden.
Post, der auch an der Sitzung am Samstagnachmittag in der Gaststätte »Ätna« teilnahm, machte deutlich, dass es den Landesverband nicht überzeuge, wenn ein 150 Mitglieder starker Ortsverein, mit nur 30 anwesenden Mitgliedern letztlich einen Kreisverbandswechsel beschließen würde. Zumindest sollten alle Mitglieder schriftlich befragt werden. Einen Ortsverbandswechsel sehen die satzungsrechtlichen Regelungen des Landesverbandes außerdem nicht vor und könnten landesweit einen Präzedenzfall landesweit schaffen sowie mögliche Nachahmer finden. Zudem müsste ein umfangreiches Genehmigungsverfahren durchgeführt werden. Der Vorschlag eines Mitgliedes auf Zusammenschluss der beiden Kreisverbände Alsfeld und Lauterbach zum Kreisverband Vogelsberg, wie dies auch von anderen Verbänden bereits seit Jahren diskutiert wird, wurde von der Alsfelder Kreisvorsitzenden Helma Kretschmer vehement abgelehnt. Dies sei »von oben« nicht gewollt. Man wolle keine zu großen Einheiten.
»Kontrahenten« wollen sich treffen
Horst Reiß, Vorsitzender des Kreisverbandes Lauterbach, räumte zwar einige Vorkommnisse, die Anlass zur vorgebrachten Kritik waren, ein. Er betonte aber, dass der regelmäßige Kontakt zum Kreisverband vom Ortsverein Ulrichstein abgebrochen worden sei; dem widersprachen anwesende Vorstandsmitglieder des Ortsverbandes Ulrichstein wiederum.
Nach weiteren Ausführungen und Anregungen durch Ulrike Dörr-Schmidt, der Koordinatorin für das Ehrenamt bei der Bezirksgeschäftsstelle Fulda und von Ulrichsteins Ehrenbürgermeister Erwin Horst wurde beschlossen, dass sich die »Kontrahenten« nochmals an einen Tisch setzen sollen. Dabei können sie abklären, ob eine weitere Zusammenarbeit gewollt und zwischen den handelnden Vorstandsmitgliedern noch möglich sei. Sollte dieses Gespräch einen negativen Ausgang haben, wurde der Vorstand beauftragt eine schriftliche Mitgliederbefragung wegen eines dann für unumgänglich gehaltenen Kreisverbandswechsels zu starten. Das Abstimmungsergebnis war einstimmig.