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Zu wenig Aufforstung im Privatwald

Artikel vom 01.02.2009 - 20.08 Uhr

Zu wenig Aufforstung im Privatwald

Ulrichstein-Feldkrücken (au). Recht bedeckt halten sich die Kleinprivatwaldbesitzer bei der Wiederaufforstung der Sturmschäden aus den Orkanen »Kyrill« und »Emma«, meinte Uwe Prihoda vom Hessischen Forstamt Schotten.
Er sprach dieser Tage in der Hauptversammlung der Forstbetriebsvereinigung Streitbachtal. Von etwa 250 Hektar Fläche gebe es nur einen Rücklauf von 90 Hektar. Die Antragsfrist für die Frühjahrsbestellung von Pflanzen sei abgelaufen und nächster Termin sei der 1. September. Prihoda riet, für die Anträge den Revierförster um Mithilfe zu bitten.

Zum Holzpreis führte er aus, dass die Nachfrage bei Eiche drastisch zurückgegangen sei. Bei Fichte bestehe Nachfrage nach frischem Holz. Da solle allerdings die Inbetriebnahme des neuen Werkes der Heggenstaller/Pfeifer Gruppe in Walenrod/Reuters abgewartet werden, um den kurzen Transportweg preislich auszunutzen. Im Bereich des Staatswaldes sei für 2009 kein Frischholzeinschlag vorgesehen. Ausführlich informierte er die Mitglieder über die Umsetzung der Privatwaldverordnung. So bleibe die Beförsterung gebührenfrei für den Kleinprivatwald. Kostenpflichtig seien jedoch die Rechnungsstellung beim Holzverkauf sowie die Geschäftsführung soweit sie nicht von der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) ehrenamtlich erledigt werde. Er bat die Mitglieder eindringlich den Vogelsberger Waldboten zu lesen, denn darin seien alle Neuerungen, Änderungen und Termine der beiden FBGs und des Forstamtes enthalten.

Revierleiter Peter Kraus ging auf den Einsatz des Harvesters ein. Momentan sei noch eine Maschine tätig. In diesem Jahr müsse man sich neben der Aufforstung besonders der Beseitigung von Käferholz widmen. Alle Waldbesitzer sollten regelmäßig ihre Bestände kontrollieren und Käferbefall sofort melden. Mit dem Wunsch auf ein dieses Mal »sturmfreies« Wirtschaftsjahr beendete er seine Ausführungen. Vorsitzender Wilhelm Wild hatte zu Beginn der sehr gut besuchten Hauptversammlung mitgeteilt, dass der Mitgliederstand 58 mit einer Fläche von 74,95 Hektar betrage. Er rief die Mitglieder ebenfalls zur Flächenräumung und zur Wiederaufforstung auf.

Für den ausscheidenden Kassenprüfer Alfred Frank wurde Reiner Rühl gewählt, Albrecht Schwab bleibt ein weiteres Jahr im Amt.

Vorsitzender Wild machte Werbung für die Nutzung der Mobilen Waldbauernschule zur Erlangung des »Waldbauernbriefes«. Dies diene der Sicherheit und man erhalte über die Forstbetriebsgemeinschaft einen Zuschuss für die erstmalige Anschaffung von Schutzkleidung in Höhe von 40 Prozent und 20 Prozent für Motorsägen und andere Geräte.

Er warb besonders für den »Waldsicherheitstag« am 7. März in Zusammenarbeit der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, dem Hessischen Forstamt Schotten und den Forstbetriebsgemeinschaften Grebenhain sowie Westlicher Vogelsberg in der Stadthalle Ulrichstein. Da gebe es Vorträge über Unfallursachen und Unfallverhütung, Sichere Fälltechnik mit Kastenschnitt und Gesundheitsgefahren bei der Waldarbeit, Wirbelsäulenbelastung. Hinzu kommen Informationsstände sowie Vorführung von Maschinen zur Brennholzwerbung und -verarbeitung. Beginn ist um 9.30 Uhr, Ende gegen 14.30 Uhr.

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