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Beim Jubiläumsfest in Erinnerungen geschwelgt

Artikel vom 01.09.2010 - 17.32 Uhr

Beim Jubiläumsfest in Erinnerungen geschwelgt

Gemünden-Burg-Nieder-Gemünden (eva). Ohne das ehrenamtliche Engagement und den Enthusiasmus zahlreicher Männer und Frauen über Generationen hinweg könnte ein Verein nicht so lange bestehen.
Die Geehrten (es fehlen Adolf Klein, Karl-Heinz Schmitt und Gertrud Schojan), hintere Reihe von links: Bürgermeister Lothar Bott
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Die Geehrten (es fehlen Adolf Klein, Karl-Heinz Schmitt und Gertrud Schojan), hintere Reihe von links: Bürgermeister Lothar Bott, Vorsitzender Eckhard Schmitt, Lothar Schwenk; mittlere Reihe von links: Vorsitzender des Sportkreises Alsfeld, Günther Krämer, Walter Momberger, Edith Schmitt und Manfred Stöhr; vordere Reihe von links: Kreisfußballwart Achim Quehl, Günter Heigl, Martin Müller, Johanna Dechert, Hildegard Raitz und der Vorsitzende des Turngaus Mittelhessen, Dr. Dennys Sawellion. (Fotos: eva)
Darüber waren sich alle Festredner bei der Feier zum 90-jährigen Bestehen des TSV Burg-Nieder-Gemünden am Sonntag am Karl-Gonter-Sportheim einig. Der Vorsitzende des TSV, Eckhard Schmitt, übernahm die Begrüßungsansprache. Etwas ermessen könne diesen Zeitraum das älteste aktive Mitglied, Hans-Joachim Hohnhold, der auch im 90. Lebensjahr in der Altherren-Gymnastikgruppe, die er außerdem bis vor einem Jahr geleitet hat, aktiv ist. Ein 90-jähriges Bestehen zu feiern, sei schon etwas ganz Besonderes, meinte Bürgermeister Lothar Bott, der er auch die Grüße des Gemeindevorstandes überbrachte.

Dass Burg-Gemünden einst Hochburg im Feldhandball war, könne man sich heute kaum noch vorstellen. Nicht nur die Fusion der einst selbstständigen Sportvereine sei beachtlich gewesen, sondern auch die Tatsache, dass so viele unterschiedliche Sportangebote über Jahrzehnte erhalten wurden. »Sporttreibende Vereine sind wichtig für die Jugendarbeit«, so Bott, der den Sportverein eine Heimstatt für Jugendliche nannte. Er wünscht sich, dass der Verein seine Vitalität und Vielfältigkeit behält.

Sportvereine mit Leben zu erfüllen, heiße nicht nur reden, sagte der Vorsitzende des Sportkreises Alsfeld, Günther Krämer, und er sprach die Sportförderung an, die auf keinen Fall Sparüberlegungen zum Opfer fallen dürfe. Dies unterstrich auch der Vorsitzende des Turngaues Mittelhessen, Dr. Dennys Sawellion.

Neben dem 90-jährigen Geburtstag gebe es noch ein weiteres Jubiläum, so Kreisfußballwart Achim Quehl. Seit 40 Jahren gehöre der TSV Burg-Nieder-Gemünden dem Hessischen Fußballverband an, von dem er herzliche Grüße überbrachte. Im Rahmen seines Rückblicks erinnerte Manfred Stöhr auch an die Tischtennisabteilung, die bis 2000 bestand. 1969/70 war die Abteilung gegründet worden, die mehr als drei Jahrzehnte beachtliche Erfolge bei Wettbewerben erzielte und zeitweise einer der größten Tischtennisvereine im Kreis war. Einer weiteren Gruppierung, der seit 1980 bestehenden und sehr aktiven Altherren-Gymnastikgruppe, gehören derzeit 22 Mitgliedern an, die sich im Winterhalbjahr mittwochs und im Sommer zu Radtouren treffen. Manfred Stöhr erwähnte auch die Alte-Herren-Fußballmannschaft. Über den Werdegang der Frauen-Gymnastikgruppe informierte Irmtraud Lutz. Begonnen hatte man 1968, als mit dem letzten Bauabschnitt der Pestalozzischule eine geräumige Turnhalle zur Verfügung stand. Damit die Halle nach dem Unterricht nicht ungenutzt blieb, wurden dort schon bald jeden Abend Sport- und Spielveranstaltungen angeboten. Mit der Turnlehrerin der Schule, Hannelore Schierholz, stand auch eine geeignete Übungsleiterin zur Verfügung. Bald fand sich eine stattliche Anzahl Frauen und Mädchen ein. 1973 schloss sich die Gruppe dem TSV an. Die Gymnastikabteilung wuchs schnell auf rund 100 Mitglieder. Als einer der Höhepunkte wird ein Fußballspiel der Gymnastikdamen gegen den damaligen Gemeindevorstand geschildert, zu dem extra ein Unparteiischer von Schalke 04 geholt worden war. Oftmals waren die Turnerinnen bei sportlichen Großveranstaltungen wie Gymnastikschauen, Gaufamilienabenden, Festumzügen oder Völkerballturnieren mit Darbietungen vertreten. Die von den Gymnastikfrauen 1978 ins Leben gerufenen Fremdensitzungen an Fastnacht erfreuen sich bis heute größter Beliebtheit und sind weit über die Grenzen Gemündens hinaus ein Begriff.

Als ein weiteres überragendes Ereignis ist das 75-jährige Jubiläum des TSV in die Vereinsgeschichte eingegangen. Die Damen hatten eine Gymnastikschau organisiert und es spielten die »Paldauer«. Leider hätten sich auch in der Gymnastikgruppe die Zeiten geändert, so Irmtraud Lutz, die Aktiven werden weniger und der Nachwuchs fehlt. Aber der harte Kern treibe weiterhin Gymnastik und auch das gemeinsame Feiern komme nicht zu kurz. Während der gesamten Veranstaltung bestand die Möglichkeit anhand von Bilddokumentationen, Vereins- und Zeitungsberichten sowie einer PowerPoint-Präsentation in die Vereinsgeschichte einzutauchen. Ihr Wissen um die TSV-Geschichte konnten die Gäste auch anhand eines Preisrätsels unter Beweis stellen. Hier hatte Hildegard Raitz aus Nieder-Gemünden die Nase vorne, sie erhielt einen Präsentkorb. Auch die Unterhaltung kam bei der Jubiläumsfeier nicht zu kurz. Mit einem Reigen unterhaltsamer Melodien sorgten die »Sorgenbrecher« unter der Leitung von Andreas Reitz sowie der Gesangverein Eintracht Nieder-Gemünden unter der Regie von Dirigent Peter Dippel für die musikalische Begleitung.



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Artikel vom 01.09.2010 - 17.32 Uhr
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