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Berlin hebt Vogelsberg in Demografie-Programm

Artikel vom 07.12.2011 - 18.45 Uhr

Berlin hebt Vogelsberg in Demografie-Programm

Vogelsbergkreis (pm). Vor wenigen Tagen wurden in Berlin die »Sieger« des »Moro- Wettbewerbs« (Moro bedeutet: »Modellvorhaben der Raumordnung« im Bundes-Bauministerium) bekanntgegeben.

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Die Vogelsberger Delegation in Berlin, von links: Margit Wagner (Amt für den ländlichen Raum), Bürgermeister Dietmar Schlosser (Feldatal), Staatssekretär Rainer Bomba (Bundesbauministerium) und Bürgermeister Heiko Stock (Lautertal). (Foto: Vogelsbergkreis
Von den ursprünglich 156 Bewerbern aus dem gesamten Bundesgebiet ist der Vogelsbergkreis unter die »letzten« 21 gekommen und nimmt am Projekt teil.

Eine durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung berufene Jury wählte unter Leitung von Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth aus 50 Bewerbern – zu denen der Vogelsbergkreis zählte – 21 Modellregionen für die Teilnahme am »Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge« aus. Bürgermeister Heiko Stock (Lautertal) und Bürgermeister Dietmar Schlosser (Feldatal) sowie Projektleiterin Margit Wagner und ihr Kollege, Diplom-Geograf Matthias Sebald (Amt für den ländlichen Raum) nahmen in Berlin stellvertrend die Auszeichnung entgegen.

Der Vogelsbergkreis ist zwei Jahre lang eine von 21 deutschen Modellregionen, die sich mit vernetzten Strategien der demografischen Herausforderung stellen wollen. Dies teilt Landrat Rudolf Marx in einer Presseerklärung mit und lobt die »herausragende strategische Arbeit« von Margit Wagner, im Vogelsberger Amt für den ländlichen Raum verantwortliche Bereichsleiterin Regionalentwicklung und Chefin der Demografie-Arbeitsgruppe, die mehrere Kreisämter und etliche Vogelsberger Bürgermeister einschließt.

»Nur weil wir als Landkreis eine hervorragende Bewerbung abgegeben haben, sind wir nun mit von der Partie und können eine umsetzungsorientierte Regionalstrategie Daseinsvorsorge erarbeiten. Hierfür stünden rund 150 000 Euro zur Verfügung – in den Jahren 2012 bis 2014, drückt der Kreischef seine Freude aus. »Regional wirken und dabei sogar bundesweit wirksam sein«, sei das Motto der Vogelsberger Demografiepolitik. Dies gelte übrigens auch für wichtige Erkenntnisse in der Studie »Die Zukunft der Dörfer« des Berlin-Instituts. Auch hier sei der Kreis ins Pilotprojekt eingebunden.

Margit Wagner – in der Kreisverwaltung für Dorf- und Regionalentwicklung zuständig – stellte auf der »Starterkonferenz« in Berlin die Ziele und Ideen zur aktiven Auseinandersetzung mit den aktuellen und künftigen demografischen Herausforderungen vor. Konkret gehe es um die systematische und sektorübergreifende Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die verschiedenen Infrastrukturbereiche der Daseinsvorsorge. Kreispolitik, Kommunen, Vertreter der Zivilgesellschaft, öffentliche und private Trägern der Daseinsvorsorge, Fachämter der Kreisverwaltung und externe Experten können nun mit Hilfe des Moro-Projekts Szenarien und Anpassungsstrategien entwickeln. Dafür stellt der Bund für die 21 ländlichen Modellregionen finanzielle Zuwendungen von rund drei Millionen Euro und zentrale Unterstützungsleistungen zur Verfügung, weitere 1,9 Millionen Euro für anschließende Umsetzungsprojekte in wiederum ausgewählten Regionen. Projektstart ist Januar 2012. »Wir wollen und können jetzt einen entscheidenden Schritt weiter kommen«, unterstreicht Wagner. Drei Hauptthemen stehen auf der Tagesordnung: »Technische Infrastruktur und Siedlungsentwicklung«, »Senioren, Pflege und ärztliche Versorgung«, »Jugend, Bildung und Fachkräftesicherung« und das Querschnittsthema »Erreichbarkeiten/Verkehr«. Als strategisches Schwerpunktthema sollen die Belange der Jugendlichen besonders im Fokus der Betrachtung stehen sowie Beteiligungsstrukturen, Netzwerke und mögliche Kooperationen.



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Artikel vom 07.12.2011 - 18.45 Uhr
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