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Gerätehaus gibt reichlich Diskussionsstoff her

Artikel vom 03.09.2010 - 21.29 Uhr

Gerätehaus gibt reichlich Diskussionsstoff her

Gemünden (ks). Der geplante Anbau an das Feuerwehrgerätehaus Nieder-Gemünden wird die Gemeindevertreter wohl noch einige Zeit lang beschäftigen, das wurde am Donnerstag Abend bei der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Burg-Gemünden deutlich. Dort stellte Karlheinz Geißler vom Architekturbüro Ruhl-Geißler die Planung vor. Die sorgte dafür, dass sich einige Gemeindevertreter verwundert die Augen rieben wegen der Höhe der veranschlagten Kosten.
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Planer Karlheinz Geißler bei der Vorstellung der vorgesehenen Aufteilung im Obergeschoss, unter Mehrzweckraum und Küche würden sich im Untergeschoss Fahrzeughallen befinden.
© ks
Ingenieur Geißler versuchte aber abzuwiegeln, hier könne man noch eine Menge einsparen, wenn bei der Planung abgespeckt wird. Er habe nur die an ihn herangetragenen Wünsche aufgenommen. Bürgermeister Lothar Bott stellte in der Sitzung den Nachtragshaushalt vor, der leichte Verbesserungen ergibt. Es bleibt allerdings ein Fehlbedarf im Haushalt von rund 290 000 Euro.

Würde man die jetzt so vorgestellte Planung umsetzen, dann käme man auf Gesamtkosten von rund 415 000 Euro. Wollte man noch eine energetische Sanierung der bestehenden Gebäudehülle vornehmen, würde dies weitere 120 000 Euro kosten. Die wird aber wohl nicht stattfinden, teilte Bürgermeister Lothar Bott mit, denn das Land hat mit Hinweis, dass kein Geld mehr da ist, eine Zuschussbewilligung versagt.

Geißler nannte in der Planung das Untergeschoss mit zwei Fahrzeughallen (eine im Anbau), Schulungsraum, Umkleide (Herren/Damen/Jugend), Flur sowie Heizanlage. Für die Heizung wurden Pellets vorgeschlagen, ob eine solche Anlage allerdings wirtschaftlich betrieben werden kann, wurde an diesem Abend in Frage gestellt. Karlheinz Geißler meinte denn auch, eine solche Pelletsheizung würde wenn dann aus »Nachhaltigkeitsgründen Sinn machen.« Im Obergeschoss finden sich Mehrzweckraum, Thekenraum, Flur, Stuhllager, Garderobe und Behinderten-WC und im Anbau eine großzügige Küche mit Mittelkochstelle, Getränke- und Lebensmittellager sowie Vorratsräumen. Würde all das umgesetzt, lägen die Kosten bei besagten rund 415 000 €. Geißler schränkte aber ein, dass mindestens 126 000 € eingespart werden könnten, etwa wenn eine Gas- therme statt Pelletheizung eingebaut wird, die WCs nicht verlegt und Schulungsraum und Küche über der Fahrzeughalle eingerichtet werden.

Bürgermeister Bott musste sich sodann gegen aufkommende Kritik zur Wehr setzen. Matthias Stein (UBL) beanstandete, früher sei einmal die Rede von Kosten von rund 200 000 Euro gewesen. Angesichts der vorgelegten Planung »hätte man schon früher bremsen müssen.« Nun müsse man die Planung wieder so umbauen, dass man auf die ursprüngliche Schätzung komme. Lothar Bott sagte, man könne die Planung noch verändern: »Wir müssen jetzt schauen, was geht und was nicht«

Man habe eine Grundlage gebraucht, um Anträge zu stellen, einen Bewilligungsbescheid gibt es noch nicht. Die jetzt vorgestellte Planung sei das Ergebnis aus den Ausschussberatungen. Es sei viel Eigenleistung eingerechnet, wenn man die abziehe, läge man aber immer noch rund 70 000 Euro über den ursprünglich geplanten Kosten, würde man den jetzigen Entwurf annehmen. »Wir kämen auf 250 000 Euro, wenn fast alles in Eigenleistung gemacht wird.« Bott zeigte sich überzeugt davon, dass man seitens der Feuerwehr sehr viel Eigenleistung erwarten könne, »die haben die Manpower dafür.« Bianca Graaf stellte den Sinn einer Pelletheizung in Frage, »auch wenn die derzeit unser liebstes Kind ist.« Sie warnte generell vor einer Kostenexplosion.



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Artikel vom 03.09.2010 - 21.29 Uhr
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