Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Lokales » Übersicht »

Gute Zusammenarbeit zum Wohl der Schüler

Artikel vom 29.07.2010 - 18.55 Uhr

Gute Zusammenarbeit zum Wohl der Schüler

Antrifttal-Ruhlkirchen (bl). Ein nicht alltägliches Ereignis fand zum Schuljahresende in Antrifttal statt: Im Dorfgemeinschaftshaus in Bernsburg wurde nach mehr als 39 Jahren Lehrtätigkeit, davon 15 Jahre als Schulleiter, Bruno Henkel gemeinsam mit seiner Ehefrau und zugleich Schulsekretärin, die 35 Jahre lang an der Grundschule gearbeitet hat, zum Ende des Schuljahres offiziell in den Ruhestand verabschiedet.
Verabschiedet wurde auch die langjährige Schulsekretärin Renate Henkel.
Lupe - Artikelbild vergrössern
Verabschiedet wurde auch die langjährige Schulsekretärin Renate Henkel.
Nach einem musikalischen Auftakt durch Schüler unter Leitung der Musiklehrerin Frau Schroth begrüßte Antje Schmidt in Vertretung der erkrankten Personalrätin die Gäste und bedankte sich im Namen des Kollegiums für die harmonische Zusammenarbeit.

Sie schloss mit den Worten: »Wir müssen Sie gehen lassen, aber bitte verschwinden Sie nicht!« Als außergewöhnliches Ereignis bezeichnete es Schulamtsdirektor Rolf Heckeroth, als er Schulleiter Bruno Henkel nach 37-jähriger Tätigkeit und dessen Ehefrau Renate Henkel, die die vergangenen 35 Jahre als Schulsekretärin an der Schule gearbeitet hat, verabschiedete. »Es ist für Bruno Henkel die Zeit gekommen, in der Unterricht und Erziehungsarbeit zu Ende gehen, die Zeit des Abschiedes und des Dankes«.

Es gebe wenig Berufe, an die die Gesellschaft so widersprüchliche Anforderungen stelle wie an den Lehrerberuf. »Straff führen, aber taktvoll miteinander umgehen, mit den Kindern pädagogische Lernziele erarbeiten, aber auch den Lehrplan einhalten. Dies alles musste in all den Jahren vom ihm bewältigt werden«, sagte Schulamtsdirektor Heckeroth. Die Anforderungen an die Schule und damit an die Lehrer veränderten sich derzeit in einem rasanten Tempo, was nicht immer so gewesen sei.

Bruno Henkel hatte nach seinem Studium in Gießen 1970 seine erste Staatprüfung als Grund- Haupt- und Realschullehrer abgelegt. Es war sein Wunsch, in Gießen zu unterrichten, was aber nicht möglich gewesen sei. So bekam er seine erste Stelle an der Schule in Ruhlkirchen. Es erfolgte der Umzug nach Antrifttal. 1973 legte er dann seine zweite Staatsprüfung in Ruhlkirchen ab, wo er 1975 zum Beamten auf Lebenszeit ernannt wurde. Bruno Henkel sei von der ersten Stunde an der Schule in Ruhlkirchen treu geblieben, lediglich mit einer kurzen Unterbrechung für zwei Jahre, als er an der heutigen Geschwister-Scholl-Schule tätig war.

1995 bewarb er sich erfolgreich um die Stelle des Schulleiters. »Für ihn standen immer die Kinder im Mittelpunkt. Wenn so ein Schulleiter in den Ruhestand geht, ist das nicht nur ein schwarzer Tag für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Schule selbst. Er hat jahrzehntelang gute pädagogische Arbeit geleistet und den Kindern gezeigt, was sie aus eigener Kraft zu leisten imstande sind. Diese Erfahrungen stärkten das Selbstbewusstsein der Kinder«.

Als etwas Besonderes bezeichnete es Schulamtsdirektor Heckeroth, dass Frau Henkel beruflich wie privat an der Seite ihres Mannes stand. Abschließend wünschte Heckeroth dem Ehepaar alles Gute für den Ruhestand.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 29.07.2010 - 18.55 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang