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Initiative will bei der Mediation mitmachen

Artikel vom 27.04.2012 - 15.44 Uhr

Initiative will bei der Mediation mitmachen

Homberg (ks). Was macht eigentlich die Initiative gegen das geplante Tierkrematorium? Das war die Frage, die sich einigen Hombergern stellte, nachdem es in den vergangenen Wochen etwas ruhiger geworden war.

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Unter anderem am geringen Abstand zur Wohnbebauung (links) stören sich die Gegner eines Haustierkrematoriums im ehemaligen Getränkemarkt (rechts). (Fotos: rs)
Bekanntlich haben die Gegner gegen die Genehmigung der Anlage durch das Regierungspräsidium Gießen geklagt. Die Tierbestattungsfirma hatte den Sofortvollzug beantragt, dem auch vom Regierungspräsidium stattgegeben wurde. Es könnte also jederzeit mit den Bauarbeiten in dem ehemaligen Getränkemarkt in einem Mischgebiet in der Kernstadt losgehen. Der Anwalt der Initiative prüft zurzeit die nächsten Schritte.

Das teilte Klaus Beutel, einer der Sprecher, auf Anfrage dieser Zeitung mit. »Warum klagen wir eigentlich?« Das will er noch einmal deutlich klargestellt sehen. Denn die Initiative möchte nicht als Querulantenverein dastehen und bringt deshalb weiter ihre massive Besorgnis zur Sprache. »Wenn man in die Genehmigung der Anlage schaut, dann fällt auf, dass dort 14 Stoffe aufgeführt werden, die in die Umgebungsluft abgegeben werden. Und das dort aufgeführte Tetrachlordibenzodioxin ist auch unter dem Begriff ‘Seveso-Gift’ geläufig.«

Was ebenfalls extrem ungute Gefühle hervorruft, sei der Umstand, dass laut Genehmigung an rund sechs Wochen im Jahr Geruchsbelästigungen durch die Anlage in Kauf genommen werden müssten. Schon von Anfang an beklagt die Initiative zudem, dass für die Anlage kein Filter für Feinstaubpartikel und Aerosole vorgesehen ist.

Enttäuscht ist man von Stadt und vom Bürgermeister, »wo war denn der Aufschrei der von uns gewählten Vertreter?« Der Bürgermeister habe sich ausschließlich auf Recht und Gesetz berufen. Nach wie vor sind die Gegner der Ansicht, dass vorab eine umfassende Information hätte stattfinden sollen, auch wenn diese vom Gesetz her in diesemVerfahren nicht vorgesehen ist. »Man hätte es trotzdem machen können.«

Inzwischen ist die Initiative nach Aussagen Beutels bereit, bei der von der Stadt vorgeschlagenen Mediation mit zu machen. Denn ein zunächst vorgesehener Termin mit einem Schlichter kann aufgrund von Zeitproblemen nicht rechtzeitig genug stattfinden. Die Stadt hat sich bereit erklärt, die etwas höher als zunächst veranschlagten Kosten für die Mediation voll zu übernehmen, nachdem zunächst vorgeschlagen worden war, die Parteien sollten sich die Differenz hälftig teilen. Die Initiative hofft laut Klaus Beutel jetzt wieder auf einen offenen Ausgang des Verfahrens und sieht eine Annäherung darin, dass die Betreiber noch nicht mit den Umbaurbeiten an dem ehemaligen Getränkemarkt begonnen haben. Zunächst hatte man in einer Teilnahme an der Mediation wegen der zu weit auseinander liegenden Standpunkte keinen Sinn gesehen.



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Artikel vom 27.04.2012 - 15.44 Uhr
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