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Kinder erprobten Trompetenspiel

Artikel vom 01.09.2010 - 17.10 Uhr

Kinder erprobten Trompetenspiel

Feldatal-Groß-Felda (ts). »Lust am Musizieren«, fragten Mitglieder des Ev. Posaunenchores Groß-Felda und Landesposaunenwart (LPW) Albert Wanner am Montag in der Grundschule Groß-Felda die Schülerinnen und Schüler der zweiten bis vierten Klassen.
Ungewohnte Töne entlockten die Grundschüler den Trompeten und Posaunen.	(Foto: ts)
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Ungewohnte Töne entlockten die Grundschüler den Trompeten und Posaunen. (Foto: ts)
Damit will der Chor die erfolgreiche Nachwuchsausbildung der vergangenen Jahre fortsetzen. Nach Expertenansicht werden die Deutschen immer unmusikalischer. Die Selbstverständlichkeit, Musik zu machen, hat spürbar nachgelassen. Insbesondere Kinder und Jugendliche würden in einem zu geringen Maße an diese Kunstform herangeführt. In Familien und Schulen wird nur noch wenig musiziert und gesungen.

Das ist natürlich im Feldatal anders und soll auch in Zukunft so bleiben, wie die zahlreichen Musikvereine und Gruppen zeigen. Deshalb bedarf es auch im Ev. Posaunenchor einer kontinuierlichen Nachwuchsförderung, so Chorleiter Herbert Schott, der für die Nachwuchsausbildung verantwortlich zeichnet. Wanner betonte, dass im neuen Ausbildungskurs nicht nur ein Instrument gelernt wird. Auch der gesellige Aspekt finde große Berücksichtigung.

Ab 10 Uhr begann in der Aula der Grundschule Groß-Felda das besondere Projekt. Mit dem Lied »Pippi Langstrumpf« stellte sich die Gruppe den über 60 Kindern vor und schon ging es um Fragen wie zum Beispiel: Wer kennt den Posaunenchor Groß-Felda? Wie heißen die Instrumente die auf der Bühne aufgebaut waren? Wo tritt der Posaunenchor in der Gemeinde in Erscheinung? Bei den Antworten wurde deutlich, dass der Chor von den Kindern deutlich wahrgenommen wird. Danach durfte nun endlich auf den Instrumenten probiert werden. Dafür standen eine Trompete, ein Flügelhorn, ein Tenorhorn, eine Posaune und die dicke Tuba zur Verfügung.

Ohne Einführung versuchten die Kinder, den Instrumenten einen Ton zu entlocken. Erstaunlich war ihre Begeisterung. Nebenbei erklärten die Chor-Mitglieder einige Kniffe beim Blasen und so war es selbstverständlich, dass die meisten Kinder unterschiedliche Töne spielen konnten. Es machte so viele Spaß, dass die Reihe derjenigen, die probieren wollten kaum weniger wurde. Schwieriger war es mit dem Spielen auf der Trompete. Das deutlich kleinere Mundstück und die Blastechnik war für viele schon eine harte Nuss, die aber mit ein wenig Anleitung von fast Allen geknackt wurde. Es fehlte an diesem Vormittag die Klarinette, die aber auch im Chor gespielt und ausgebildet wird. Wanner dankte besonders Schulleiterin Renate Kiefer für die spontane Bereitschaft zu der Werbeaktion.

Schon am Freitag, 3. September, um 19 Uhr findet für Kinder und deren Eltern im Ev. Gemeindezentrum in Groß-Felda ein erster Schnupperabend statt. Dort werden Instrumente und das Ausbildungskonzept vorgestellt, über die Beschaffung der Instrumente geredet und schließlich soll der mögliche Starttermin besprochen werden. Ausbildungstag ist der Donnerstag. Der Termin gilt nicht nur für die Grundschüler, alle Interessierten sind eingeladen, das Alter spielt dabei keine Rolle. Auch die ehemalige Bläserinnen und Bläser, die aus verschiedenen Gründen ihr Instrument zur Seite gelegt haben sind zu dieser Info-Veranstaltung eingeladen. Informationen erteilt Chorleiter Schott, Tel. 006337/330, E-Mail »Herbert-Schot@gmx.net«.

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