Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Lokales » Übersicht »

Sorgentelefon hilft bei Zeugnisstress

Artikel vom 16.06.2011 - 09.21 Uhr

Sorgentelefon hilft bei Zeugnisstress

Alsfeld (jol). Das Visitenkärtchen wirbt darum, »Ruf an, bevor Du untergehst«, am Mittwoch verteilten Mitarbeiter des Alsfelder Cafés Online auf Pausenhöfen den Hinweis auf das Sorgentelefon der evangelischen Jugendarbeit. Schüler, die mit schlechten Zeugnissen Stress mit den Eltern bekommen, erhalten dort Unterstützung. Bei Bedarf sprechen die Sozialpäddagogen auch mit erbosten Erziehungsberechtigten.

a_strohhalm0615_160611_4c
Lupe - Artikelbild vergrössern
Am Mittwoch verteilten die Mitarbeiter vom Café Online wie Thomas Müller die Kärtchen des Sorgentelefons auf den Pausenhöfen der Geschwister-Scholl-Schule. (Foto: jol)
Alsfeld (jol). »Ruf an bevor Du untergehst«, bieten Antje Borgerding, Thomas Müller und Volker Eckhardt den Alsfelder Schülern an. Die Mitarbeiter vom Café Online helfen Jugendliche, die mit einem schlechten Zeugnis große Angst vor Stress mit den Eltern haben. Und der Bedarf ist da: Zwei bis vier Jungen und Mädchen melden sich in diesen Tagen unter den Sondernummer, die von morgens bis 23 Uhr in der Nacht geschaltet ist. Bis zum 1. Juli sind die Sozialpädagogen unter der Mobil-Nummer 0175-4452295 erreichbar.

Oft treffen sie sich dann mit den jungen Anrufern. In den Gesprächen ermutigen sie Kinder und Jugendliche, auch mit einem schlechten Zeugnis den Kopf nicht hängen zu lassen, gehen aber auch mit den Jugendlichen zu den Eltern, um mit diesen zu sprechen.

Am Mittwoch verteilten sie die Visitenkarten des Sorgentelefons auf den Schulhöfen der Geschwister-Scholl-Schule. Am Donnerstag stand der Besuch an der Albert-Schweitzer-Schule an. Mit Informationen versorgt wurden auch die Erich-Kästner- und die Gerhart-Hauptmann-Schule. Weil es seine große Überwindung kostet, jemanden Unbekannten anzurufen, lassen sie sich bewusst auf den Pausenhöfen blicken, »dann kennt man wenigstens unser Gesicht«. Erfahrungsgemäß vertraut sich ihnen keiner der Schüler inmitten seiner Freunde und Klassenkameraden an. »Hier müssen sie cool sein«, sagte Thomas Müller. Aber seine Kollegen und er kommen auch mal mit Jugendlichen ins Gespräch, die erkennbar abseits sitzen. Oder sie greifen ein, wenn ein Streit in ihre Umgebung ausbricht - so am Mittwoch um eine Spielzeugpistole. Angesprochen werden Schüler bis zum neunten Schuljahr, die Älteren haben meist andere Ansprechpartner bei Problemen.

Die Aktion läuft bis Anfang Juli, weil manche Schüler auch in den Tagen nach der Zeugnisausgabe Konflikte mit den Eltern haben können.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 16.06.2011 - 09.21 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang