Gießen (pm/dpa). In drei Ortschaften ider Nachbarschaft des Gießener Landes waren am gestrigen Sonntag die Bürger aufgerufen, über die Besetzung des Bürgermeisteramtes zu befinden: Dautphetal bei Gladenbach im Hinterland, Kirchhain im Kreis Marburg-Biedenkopf und Nidda im Nordosten der Wetterau.
Ohne Konkurrenz hat sich in Dautphetal Bürgermeister Bernd Schmidt durchgesetzt. Der 50-jährige Diplomverwaltungswirt bekam 96,1 Prozent Zustimmung, nur 3,9 Prozent lehnten den von den Freien Wählern aufgestellten Rathauschef ab. Mit 37 Prozent von rund 9000 Wahlberechtigten lag die Beteiligung relativ niedrig.
In Nidda stand bereits die Stichwahl um die Nachfolge im Bürgermeisteramt auf der Tagesordnung. Es konkurrierten Reimund Becker (SPD) und Hans-Peter Seum (parteilos). Am Ende hatte der Parteilose mit knapp 63 Prozent deutlich die Nase vorn. Wahlbeteiligung: fast 56 Prozent. Seum tritt das Erbe von Lucia Puttrich (CDU) an, die bei der Bundestagswahl im September das Direktmandat für den Wetteraukreis geholt und dann das Bürgermeisteramt in Nidda aufgegeben hatte. Bei den vorgezogenen Bürgermeisterwahlen waren fünf Kandidaten ins Rennen gegangen. Peter Beuschel (CDU, knapp 18 Prozent) war es beim ersten Wahlgang nicht gelungen, den Chefposten im Rathaus zu verteidigen, den Puttrich in der einstigen SPD-Hochburg am Fuß des Vogelsberges 15 Jahre lang innegehabt hatte.
In Kirchhain gewann der 46-jährige parteilose Diplom-Volkswirt Jochen Kirchner, getragen von einem Bündnis »Kompetenz für Kirchhain«, mit 72,3 Prozent der Stimmen gegen den 53-jährigen Herausforderer Michael Höhmann von der SPD. Die Wahlbeteiligung der etwa 12 700 Wahlberechtigten lag bei gut 55 Prozent.
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