Wetzlar (pm). Mit dem dringenden Aufruf, ihre Schafe baldmöglichst zu scheren, soweit das noch nicht geschehen ist, wendet sich der im Lahn-Dill-Kreis für den Tierschutz zuständige Dezernent Wolfgang Hofmann an alle heimischen Schafhalter. Angesichts der warmen Witterung sei dies aus tierschutzmäßigen Gründen unerlässlich, inoffizieller Stichtag sei der 15. Juni.
Bitte zum Scheren antreten: Wegen der Wärme muss das Winterfell weg. (Foto: Archiv)
Das dicke Wollvlies behindere die Luftzirkulation, die Tiere seien stark vom Hitzestau bedroht. Baldiges Handeln sei dringend geboten. »Auch Schafe müssen ihren Wintermantel ablegen!«, so Hofmann.
Der Lahn-Dill-Kreis weist mit 19 000 Schafen und deren rund 400 Haltern Spitzenwerte für Hessen auf! Die Schafhaltung stellt hier demnach einen Schwerpunkt der heimischen Landwirtschaft dar. »Schafe sind aber keine billigen Rasenmäher, die wartungsfrei im Herbst geschlachtet werden können«, warnte der Dezernent. Die Tiere benötigten regelmäßige Klauenpflege, seien einmal im Jahr zu scheren und brauchten - bei ganzjähriger Weidehaltung im Winter wie im Sommer - einen ausreichenden Witterungsschutz und vor allem Wasserversorgung.
Daneben sei im Tierseuchengesetz festgelegt, dass Schafe gekennzeichnet sein müssen. Für Tiere, die ab Januar dieses Jahres geboren wurden, gelte die elektronische Kennzeichnung. Nähere Informationen erhalten Interessierte bei der Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Lahn-Dill-Kreises mit Sitz in Herborn, Telefon 0 64 41/4 07 77 11.
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