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Kita-Kinder werden besser auf Schule vorbereitet

Artikel vom 07.05.2012 - 18.17 Uhr

Kita-Kinder werden besser auf Schule vorbereitet

Wiesbaden (dpa/lhe). Ein Modellprojekt soll Kindergartenkindern in Hessen zukünftig helfen, wenn sie in die Schule kommen.

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In Hessen hat jedes vierte Kind nach Angaben von Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) Probleme beim Übergang vom Kindergarten zur Schule. (dpa)
»Die Mehrzahl der Kinder schafft den Übergang vom Kindergarten zur Schule spielend. 25 Prozent brauchen aber doch eine zusätzliche Unterstützung«, sagte Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) am Montag in Wiesbaden. Dort fiel der Startschuss für das Projekt »Qualifizierte Schulvorbereitung« (QSV), das Kindergärten, Kitas und Schulen an 30 Standorten besser miteinander vernetzen soll.

Zu den betroffenen Kindern zählen Henzler zufolge Schüler mit Sprachproblemen, mit Migrationshintergrund oder solche aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Aber auch Hochbegabte müssten frühzeitig gefördert werden, betonte die Ministerin. An sie alle richte sich das Modellprojekt, mit dem bereits im Schuljahr 2012/2013 etwa 1200 Kinder gefördert werden sollen.

»An jedem Standort arbeitet mindestens eine Grundschule mit einer, zwei oder noch mehreren Kitas eng zusammen, denn die frühe und intensive Zusammenarbeit bei der besonderen frühen Förderung der Vier- bis Sechsjährigen ist der Kern des Projektes«, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU).

Für das auf zwei Jahre angelegte Modellprojekt stehen seinen Angaben zufolge insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung. Vorgesehen sei auch, dass Schulen, Kindergärten und Kitas durch das Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz wissenschaftlich begleitet und beraten werden. Auch ist geplant, dass Lehrer ihre Schüler schon vor der Einschulung im Kindergarten treffen und kennenlernen. »Das ist einmalig, das ist neu in Hessen«, sagte Grüttner.

Kritiker werfen CDU und FDP jedoch vor, mit der »Qualifizierten Schulvorbereitung« weniger erreicht zu haben als geplant. Im Koalitionsvertrag hatten die Parteien angekündigt, »die frühe Bildung und Erziehung weiter stärken und den Bildungs- und Erziehungsplan von 0 bis 10 Jahren flächendeckend umsetzen« zu wollen. Das letzte Kindergartenjahr sollte ein »besonderes Schulvorbereitungsjahr werden«. Die Grünen forderten deshalb, statt eines Modellversuchs die Kitas flächendeckend besser auszustatten.

Henzler wies die Kritik am Montag zurück. Mit dem Modellprojekt gehe man einen Schritt in Richtung der vereinbarten Ziele. »Deshalb kann ich dicke Überschriften, die dann sagen, das wäre ein Scheitern der Bildungsziele der FDP überhaupt nicht verstehen«, betonte die Ministerin, die Ende Mai aus dem Amt ausscheidet.

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Artikel vom 07.05.2012 - 18.17 Uhr
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Leserkommentare
(08.05.2012 13:35)
Charlottchen
Lasst die Kinder in Ruhe!
Das ist alles Augenwischerei und dient der Bildung überhaupt nicht.
Der Abstand zwischen Schule und Kindergarten kann infolge der Unsinnigkeiten die dort stattfinden sollen, gar nicht groß genug sein. Die Grundschulen, geben den G8-Druck in den Kindergarten weiter (kein Scherz). Am liebsten wäre es ihnen, wenn die Kids dort schon lesen, schreiben und rechnen lernen würden, damit man in der 1. Klasse direkt mit Textinterpretationen und Multiplizieren loslegen kann.
Nur - ein jedes Ding hat seine Zeit!
Kinder, die mit 5 oder 6 Jahren schon dafür aufnahmefähig sind, gibt es nicht so viele. Das sind Ausnahmen. Die anderen, " die Normalen" werden so zu scheinbar behandlungsbedürftigen Sonderfällen.
Die immer wieder herangezogenen "Migrationskinder", bzw. die "Hochbegabten" werden in der Realität sowieso ignoriert und die aus "schwierigen, sozialen Verhältnissen" möglichst schnell auf irgendwelche Speziaschulen abgeschoben.
Der richtige Weg wäre eine grundsätzlich veränderte Lehrerausbildung mit einem vorhergehenden Anerkennungspraktikum, Öffnung des Schulsystems, z. B. das Zulassen von Homeschooling, Abschaffung der Verbeamtung und erfolgsorientierte Bezahlung von Lehrern.
Kinder, deren Eltern viel Zeit für sie haben, deren Eltern nicht rund um die Uhr arbeiten müssen, deren Eltern sich eventuell Geschwister leisten können, Kinder, die auf der Straße spielen können werden optimal auf die Schule vorbereitet. Kitas und Kindergärten gibt es erst seit einem knappen Jahrhundert.
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