Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Hessen »

»Mister Alaska« kann es nicht kalt genug sein

Artikel vom 02.02.2012 - 17.56 Uhr

»Mister Alaska« kann es nicht kalt genug sein

Reichelsheim (lk). In Sandalen durch den Winter, in kurzen Hosen durch den Schnee, in Badehose bei Minusgraden in einen See springen – kein Problem für Rudolf Zentgraf. Dem 45-Jährigen mit dem Spitznamen »Mister Alaska« kann es gar nicht kalt genug sein.

lk_alaska3_210112_4c_2
Lupe - Artikelbild vergrössern
»Mister Alaska« liebt die Kälte und die Herausforderung. Beides findet er bei Spaziergängen auf dem Hoherodskopf.
Wenn der Atem in der Luft gefriert, geht der Reichelsheimer knapp bekleidet in die freie Natur, um zu testen, wie lange er es draußen aushält. Rudolf Zentgraf liebt die Kälte, und er liebt die Herausforderung.

»Mein Vater hat mal aus Spaß gesagt, dass ich in meinem ersten Leben wohl ein Gletscher oder eine Schneeflocke war«, sagt Rudolf Zentgraf. Der Reichelsheimer mag Minusgrade – und kurze Hosen. Egal welche Jahreszeit, egal ob er mit dem Hund Gassi geht oder im Supermarkt ist, um einzukaufen: Fast immer trägt er Shorts. »Die Kälte auf dem Körper, das ist ein interessante Gefühl«, versucht der 45-Jährige in Worte zu fassen, warum er im Winter gerne stundenlang spärlich bekleidet spazieren geht. Es mache ihm Spaß. Nicht nur, weil er etwas kann, was andere nicht können, sondern auch, weil er auf diesem Weg beweist, »dass der Körper viel mehr aushält als man eigentlich glaubt«, sagt »Mister Alaska«.

Den Spitznamen habe er vor über zehn Jahren im Alaska-Urlaub bekommen. Von den Einwohnern wurde er bei Minusgraden als verweichlichter Deutscher dargestellt. »Da dachte ich mir, euch zeig’ ich’s und bin bei Minus 30 Grad in kurzen Hosen rumgelaufen. Und bei Minus 15 Grad mit freiem Oberkörper.« Die Einheimischen waren schwer beeindruckt, nannten ihn einen »real alaskan«.

»Frieren macht mir nichts aus«

Angefangen hat sein Interesse für die Kälte bereits im Alter von 14 Jahren. »Damals hatte ich – wenn es kalt wurde – einfach keinen Bock, eine lange Hose anzuziehen«, sagt Rudolf Zentgraf. Auch heute nutzt er jede Gelegenheit, um im Winter auf den Hohe-rodskopf zu fahren und dort spazieren zu gehen, manchmal auch oben ohne. Natürlich nicht, ohne zu Beginn seiner Tour zu frieren. »Klar habe ich ein Kälteempfinden, aber das Frieren macht mir nichts aus.« Wenn die Haut taub werde, spüre man die Kälte nicht mehr.

»Mister Alaskas« Rekord: Auf dem Hoherodskopf war er bei Wind und Minus acht Grad über fünf Stunden mit freiem Oberkörper unterwegs. »Ich gehe dort gemütlich oder setze mich auf eine Bank. Das ist wie eine Art Meditation, wenn man die Augen schließt und sich auf die Kälte konzentriert.«



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 02.02.2012 - 17.56 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang