Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Hessen »

Puttrich setzt bei Energiewende auf Beratung

Artikel vom 24.01.2012 - 16.43 Uhr

Puttrich setzt bei Energiewende auf Beratung

Wiesbaden (dpa/lhe). Bei der Energiewende setzt die hessische Landesregierung auf den Dreiklang von »Informieren, Beraten und Fördern«.

hec-B_164923_4c_1
Lupe - Artikelbild vergrössern
Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich (CDU) bei einer Rede in Baunatal (Archivbild). Am Dienstag (24.01.2012) stellte sie in Wiesbaden ihr Konzept zur Umsetzung des hessischen Energiegipfels vor. Foto: Uwe Zucchi dpa/lhe
Das sagte Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) am Dienstag in Wiesbaden, wo sie ihr Konzept zur Umsetzung des Energiegipfels vorstellte. »Wer ausreichend informiert und überzeugend beraten wird, wird sich selbst an der Energiewende beteiligen«, sagte sie.

2012 stünden 52,4 Millionen Euro für Kurz- und Langfristprojekte im Energiebereich zur Verfügung, sagte Dieter Bringmann, Leiter der neuen Stabsstelle Energie im Ministerium. Die Opposition sah in dem Konzept lediglich »kleinteilige Maßnahmen«, die die neuen Energien nicht voranbrächten.

Der Energiegipfel hatte im vergangenen November als Ziel gesetzt, die Versorgung in Hessen mit Ausnahme des Verkehrs bis 2050 völlig auf erneuerbare Energien umzustellen. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte zu den mehrmonatigen Beratungen auch Fraktionen, Industrie, Kommunen und Verbände eingeladen. 2010 bezog Hessen 8,5 Prozent seines Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien und etwa ein Zehntel der Heizwärme.

Als praktischen Schritt will die Landesregierung den Austausch von Heizung-Umwälzpumpen in Privathäusern mit einer Million Euro fördern. Das Programm solle in wenigen Monaten anlaufen, sagte Bringmann. Bei 100 Euro Austauschprämie je Pumpe könnten 10 000 Haushalte gefördert werden. Hausbesitzer könnten 10 bis 20 Prozent ihrer Stromkosten sparen, die Investition rechne sich nach vier bis fünf Jahren.

Im Februar will Puttrich dem Kabinett ein Gesetz vorlegen, das die Ziele der Energiewende und viele Einzelmaßnahmen festschreibt. Auch der Landesentwicklungsplan werde noch in diesem Jahr geändert. In dem Plan sollen bis zu zwei Prozent der Landesfläche als Standorte für Windkraft ausgewiesen werden. »Die Änderung des Landesentwicklungsplans ist das Herzstück der Energiewende und muss so schnell wie möglich umgesetzt werden«, forderten die Grünen.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 24.01.2012 - 16.43 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang