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Regierung will mehr Jobs für Behinderte

Artikel vom 17.08.2012 - 18.46 Uhr

Regierung will mehr Jobs für Behinderte

Wiesbaden (dpa/lhe). In Hessen sollen mehr Arbeitsplätze für Behinderte entstehen. »Menschen mit Behinderungen leisten schon heute einen wichtigen Beitrag in vielen hessischen Betrieben«, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Freitag in Wiesbaden.

Er stellte mit Kultusministerin Nicola Beer (FDP) den »Aktionsplan der Landesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Hessen vor. Die Konvention ist seit 2008 in Kraft, sie soll Menschen mit Behinderungen gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Ende 2011 waren in Hessen 596 000 Menschen als schwerbehindert registriert – etwa jeder zehnte Einwohner.

Das Land gehe als Arbeitgeber mit gutem Beispiel voran, sagte Grüttner. »In der hessischen Landesverwaltung arbeiten mittlerweile 7,89 Prozent schwerbehinderte Menschen.« Die gesetzliche Pflichtquote liegt bei fünf Prozent. Doch auch die Privatwirtschaft solle mehr Arbeitsplätze für Behinderte einrichten, forderte der Minister. Hessen verknüpfe als erstes Bundesland die Arbeitsmarktförderung mit dem Ziel, mehr Behinderten eine Beschäftigung zu geben.

Als »wichtiges Signal« begrüßte der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen den Plan der Landesregierung. »Viel wichtiger aber ist die schnelle Umsetzung aller im Aktionsplan vorgesehenen Maßnahmen«, sagte der VdK-Vorsitzende Udo Schlitt. Als besonders dringlich sah er die Inklusion im Bildungswesen, Barrierefreiheit und die Integration in den Arbeitsmarkt an. Mit Inklusion wird der gemeinsame Unterricht von nichtbehinderten und behinderten Kindern bezeichnet.

Vertreter anderer Behindertenverbände kritisierten nach einem Bericht der »Frankfurter Rundschau«, sie seien bei der Erstellung des Aktionsplans übergangen worden. Außerdem stehe im neuen Schulgesetz der gemeinsame Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder unter Haushaltsvorbehalt – dies sei nicht akzeptabel.

Kultusministerin Beer nannte Inklusion an den Schulen »Teil eines gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozesses«. Künftig sollten mehr Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Regelschulen unterrichtet werden. Dagegen solle der Anteil der Schüler, die Förderschulen besuchen, gesenkt werden.

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Artikel vom 17.08.2012 - 18.46 Uhr
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Leserkommentare
(19.08.2012 13:19)
bla
Endlich Vollbeschäftigung!
Diese "Maßnahmen" sind ein weiterer, wichtiger Schritt der Landesregierung, um in Hessen die Vollbeschäftigung zu erreichen!
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