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Schwester Edith erste Ehrenbürgerin der Stadt

Artikel vom 08.03.2010 - 18.37 Uhr

Schwester Edith erste Ehrenbürgerin der Stadt

Weltfremd oder bigott könne man auf diesem Posten nicht sein, sagt Edith Ludwig: »Mir ist nichts Menschliches fremd.« Deswegen freut sie sich um so mehr, dass die meisten Jugendlichen aus dem Gertrudisheim als Erwachsene ihren Weg gegangen sind. Mit Hausaufgabenhilfe und Stützunterricht wird ihnen in der Schule geholfen. In den örtlichen Vereinen spielen sie Fußball oder sie Musizieren. Schwester Edith legt Wert auf »Ehrfurcht und Respekt vor jedem Menschen«. Dazu gehört, dass die Kinder weder Füße auf den Tisch legen noch fluchen dürfen. Dazu gehört aber auch die dauernde Auseinandersetzung mit den Mädchen und Jungen. Dabei hilft es, dass sie viel und gerne lacht: »Wenn man keinen Humor mehr hat, kann man einpacken«, sagt die 73-Jährige.

Seit wenigen Monaten hat sie etwas mehr Zeit zum Lesen und Musikhören. Bis heute sitzt sie jedoch im Jugendhilfeausschuss der Stadt. Sie bereitet den Hausgottesdienst im Gertrudisheim vor, gibt Flötenunterricht und hat einen Singkreis gegründet. Die Kinder mögen sie sehr, sagt Mitarbeiterin Monja Kapski: »Wenn gar nichts mehr geht, kann man immer zu ihr kommen.«



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Artikel vom 08.03.2010 - 18.37 Uhr
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