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Statistik: Kriminalität in Hessen ist rückläufig

Artikel vom 03.02.2012 - 17.54 Uhr

Statistik: Kriminalität in Hessen ist rückläufig

Wiesbaden (dpa/lhe). Wohnungseinbrüche bleiben mit einer Zunahme von neun Prozent im Vorjahr »Sorgenkind«, sagte Innenminister Boris Rhein (CDU) am Freitag bei Vorlage der Kriminalitätsstatistik 2011.

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Der hessische Innenminister, Boris Rhein (CDU), präsentiert am Freitag (03.02.2012) während einer Pressekonferenz im Landtag in Wiesbaden die Aufklärungsquote der hessischen Polizei. Rhein hat in Wiesbaden die Kriminalstatistik des Landes für 2011 vorgelegt. Im Jahr davor hatte die Polizei bei der Aufklärung von Straftaten einen Rekord aufgestellt: In 58,3 Prozent der Fälle waren ihre Ermittlungen damals erfolgreich. Foto: Fredrik von Erichsen dpa/lhe
Mit der ebenfalls boomenden Computer- und Wirtschaftskriminalität trüben die Einbrüche die Zahlen. Danach gab es im vergangenen Jahr in Hessen 10 874 Einbrüche in Wohnungen, die Zahl der Delikte am helllichten Tage hat mit einen Zuwachs von 12,2 Prozent auf 4500 Fälle besonders stark zugelegt.

Insgesamt ist die Zahl der erfassten Straftaten in Hessen mit 396 834 Fällen jedoch erstmals seit 1984 wieder unter die Schwelle von 400 000 gefallen, das Minus beträgt im Vorjahresvergleich 1,3 Prozent. Zugleich wurde mit 58,5 Prozent die höchste Aufklärungsquote seit 1971 erreicht.

Rhein sprach insgesamt von einer »sehr positiven Bilanz«. Die Landtagsopposition hielt dem Minister vor, er rede die Kriminalitätssituation schön. Bei der Aufklärung liege Hessen nur auf Platz sieben der Bundesländer. Die Spitze bildeten Thüringen, Bayern und Rheinland-Pfalz.

Bei Wohnungseinbrüchen will die hessische Polizei die als typisch geltenden An- und Abfahrtsstrecken noch stärker kontrollieren und an Brennpunkten präsent sein. Sehr gute Erfahrungen haben die Behörden nach den Worten Rheins mit einer erstmals in Frankfurt eingerichteten »Tatortgruppe« gemacht, die nach Einbrüchen auch nachts sofort die Spuren untersucht. Aber auch Prävention sei wichtig. Die Bürger selbst müssten Einbrechern »einen Riegel vorschieben«, sagte Rhein. Es sei erschreckend, wie wenig Fenster gesichert seien. Als Erfolg wertete er, dass zwei Fünftel aller Einbrüche in Wohnungen scheitern.

Deutlich rückläufig waren Morddelikte (-10,8 Prozent) und fahrlässige Tötungsdelikte (-14,9 Prozent). Zurückgegangen ist auch die Jugendkriminalität. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 20 Jahren verminderte sich um 10,8 Prozent auf knapp 14 000.



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Artikel vom 03.02.2012 - 17.54 Uhr
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