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Teure Polizeieinsätze: Rhein will Vereine in Pflicht nehmen

Artikel vom 17.07.2012 - 19.07 Uhr

Teure Polizeieinsätze: Rhein will Vereine in Pflicht nehmen

Wiesbaden (dpa/lhe). Wegen der teuren Polizeieinsätze will Hessens Innenminister Boris Rhein die Fußballvereine in die Pflicht nehmen. Von den Klubs verlangte Rhein gestern in Wiesbaden »eine klare Ansprache« in Richtung der Fans. Nicht die Polizei, sondern der Veranstalter sei für die Sicherheit bei Fußballspielen verantwortlich.

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Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU). (dpa)
In Hessen sind bei der Polizei in der Saison 2011/2012 Personalkosten von 6,7 Millionen Euro für den Fußball angefallen - die Kosten für die Bundespolizei sind da nicht miteingerechnet. Jedes Heimspiel von Bundesligist Eintracht Frankfurt kostete den Steuerzahler 105 000 Euro. Die Eintracht schlug insgesamt mit 1,8 Millionen Euro bei den Einsätzen zu Buche. 25 Prozent der Einsätze der Bereitschaftspolizei fallen bei Fußballspielen an.

Für Rhein ist bei den Kosten das Ende der Fahnenstange erreicht. Er schlug den Vereinen vor, bei Randalen auch zivilrechtlich gegen Fans vorzugehen. Eine finanzielle Beteiligung der Clubs an den Einsätzen schloss Rhein als letzte Konsequenz nicht aus, wenn die »schwergängigen« Vereine sich nicht bewegten.

In Berlin wurde am Dienstag ein bundesweiter Sicherheitsgipfel des deutschen Fußballs organisiert. Für Rhein bleibt das wichtigste Ziel in den Stadien, das Abfackeln von Feuerwerkskörpern zu verhindern. Die Vereine müssten die Fans besser kontrollieren – oder einschlägigen Fangruppen Privilegien wie entsprechende Kartenkontingente verweigern.

Mit dem Alkohol im Stadion hat der Innenminister dagegen weniger Probleme. »Bier und Bratwurst gehören dazu«, sagte Rhein, der seit Kindheitstagen Eintracht-Fan ist. Dies gelte auch für den Fall, dass Krombacher neuer Trikotsponsor der Eintracht wird. »Ich bin froh, dass sie überhaupt einen Sponsor finden«, meint Rhein nach dem Ausstieg des Flughafenbetreibers Fraport. Das hält er für einen großen Fehler. Schließlich sei die Eintracht immer noch ein großer Sympathieträger in der Region.

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Artikel vom 17.07.2012 - 19.07 Uhr
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Leserkommentare
(18.07.2012 11:14)
Lux
Kostenträger
Es kann und darf nicht sein, dass der Steuerzahler noch länger den polizeilichen Einsatz bei Fußballspielen bezahlt. Eintracht Frankfurt investiert Millionen in neue überbezahlte Spieler. Wenn dafür aber Geld da ist, müssen dem Verein künftige polizeiliche Einsätze in Rechnung gestellt werden.
Das sollte für alle Profiligen (Fußball) betreffend gelten.
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