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Zwischen Adel und Afrika: Seelmann-Eggebert wird 75

Artikel vom 03.02.2012 - 09.38 Uhr

Zwischen Adel und Afrika: Seelmann-Eggebert wird 75

Hamburg (dpa) - Die Traumhochzeit von Prinz William und seiner Kate ohne den fachkundigen Kommentar von «Sir Rolf»? Für viele Deutsche gehört der ARD-Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert inzwischen zu royalen Trauungen wie Krone und Kirche.
Rolf Seelmann-Eggebert
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Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert wird 75. Foto: Angelika Warmuth
© dpa
Der Blaublut-Kenner, der am Sonntag (5. Februar) 75 Jahre alt wird, saß hinterm Mikrofon, als Prinz Charles 1981 Diana heiratete, kommentierte den langen Hochzeitskuss des niederländischen Kronprinzenpaares Willem-Alexander und Máxima vor zehn Jahren und brachte Schwedens Thronfolgerin Victoria 2010 mit unter die Haube.

«Für mich gilt eine Ehe gar nicht als ordentlich geschlossen, wenn Rolf Seelmann-Eggebert nicht mit dabei war», sagte mal der frühere ARD-Programmdirektor Günter Struve über den in Hamburg lebenden Journalisten. Seelmann-Eggebert ist ein Phänomen in der hiesigen Fernsehlandschaft - seine sonore Stimme ist vielen Royal-Fans vertraut und auch jenen, die nur manchmal bei Märchenhochzeiten dazu werden. «Wenn ich Rolf nicht mehr sehen kann, schalte ich diese Geschichten nicht mehr ein», sagt der Ex-«heute-journal»-Moderator Wolf von Lojewski über seinen Vorgänger im Londoner ARD-Büro.

1978 ging Seelmann-Eggebert für knapp vier Jahre als TV-Korrespondent und Studioleiter in die britischen Hauptstadt - im Reich der Queen wurden die Weichen für seine späteren Erfolge als Adels-Experte gestellt. In dem Magazin «Rund um Big Ben» nahm er die Briten unterhaltsam unter die Lupe. Später machte ihn seine elfteilige Reihe «Königshäuser» bei vielen Deutschen bekannt. Gemeinsam mit dem Regisseur Istvan Bury lieferte Seelmann-Eggebert Innenansichten aus Europas Schlössern.

Er, Träger des Ordens «Commander of the British Empire (CBE)», relativiert seine Nähe zum Adel stets: «Wenn ich mit einem König auf dem Sofa sitze, dann glauben alle, ich sei nah dran. Aber das täuscht» («Berliner Zeitung»). Doch viele halten ihn für den Königshausexperten schlechthin. Und hat seine distinguierte Art nicht schon selbst etwas Blaublütiges? Der Klapperstorch müsse sich damals verflogen haben und habe nicht in Berlin, sondern in einer englischen Grafschaft landen wollen, meint Lojewski in dem Film «Ein Abend für Rolf Seelmann-Eggebert».

Die frühere Londoner ARD-Korrespondentin Hanni Hüsch berichtet in dem 90-minütigen Streifen, den das NDR Fernsehen am Samstag (21.45 Uhr) zeigt, von gemeinsamen Dreharbeiten. «Er sitzt in der Kutsche, als sei er da hineingeboren», sagt Hüsch, in deren Familie Seelmann-Eggebert nur «Sir Rolf» heiße. Und Entertainer Joachim «Blacky» Fuchsberger spricht über die «vornehme Erscheinung dieses Mannes». Fuchsberger: «Da setzt meine Kritik am Königshaus ein: Der müsste längst geadelt sein!» Das NDR Fernsehen hat am Samstag für seinen einstigen Programmdirektor einen ganzen Abend reserviert.



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Artikel vom 03.02.2012 - 09.38 Uhr
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