München (dpa) - Ein Miteigentümer des Rüstungskonzerns Krauss-Maffei-Wegmann, Burkhart von Braunbehrens, macht weiter Front gegen einen möglichen Verkauf von Leopard-2-Kampfpanzern nach Saudi-Arabien.
Das Interesse der Saudis an deutschen Kampfpanzern ist ungebrochen. Foto: Krauss-Maffei Wegmann
Spanien wolle Leopard-Panzer aus eigener Lizenzproduktion nach Saudi-Arabien liefern, deshalb habe Kraus-Maffei-Wegmann beim Bundessicherheitsrat eine Voranfrage zur Genehmigung gestellt, sagte Braunbehrens dem Magazin «Stern». Zwar werde Saudi-Arabien als Bollwerk gegen den Iran gesehen, und Israel habe seinen Einspruch gegen das Geschäft zurückgenommen. Aber während der arabischen Revolution Panzer in das Königreich zu liefern, «wäre Wahnsinn».
Er sei entsetzt gewesen, als saudische Panzer im vergangenen Jahr die Demokratiebewegung in Bahrain niedergeschlagen hätten, sagte der Miteigentümer des Münchner Rüstungsunternehmens.
sondern alle anderen Waffenexpoteure werden dann auch den geglaubten Preis zahlen - so viel Gerechtigkeit muß sein.
(20.06.2012 15:44)
Lux
Waffenhandel
Hat Deutschland überhaupt nichts begriffen oder will es nicht? Zwei völkerverzehrende Kriege sind von Deutschland ausgegangen. Die Lehre daraus, Null. Obwohl Deutschland den Krieg im eigenen Lande schmeckte, will es trotz dieser Erfahrung Waffen in ein Land liefern, das sämtliche Menschenrechte mit Füßen tritt. Deutschland ist in der Zwischenzeit zum drittgößten Waffenproduzenten geworden. Es ist die Generation von Menschenverachtern, die den Krieg selbst nie erlebt haben. Da das Wort Gewissen für diese ein Fremdwort ist, werden sie Waffen weiterhin verkaufen. Der Tag kommt vielleicht schneller als geglaubt, an dem Deutschland den Preis für solchen Handel bezahlen wird.