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«Stern»: Vorwürfe gegen Glaeseker schon 2010 bekannt

Artikel vom 01.02.2012 - 18.13 Uhr

«Stern»: Vorwürfe gegen Glaeseker schon 2010 bekannt

Berlin/Hannover (dpa) - Keine Zeit zum Durchatmen für Christian Wulff: Dem Bundespräsidialamt waren Urlaube seines damaligen Sprechers Olaf Glaeseker beim umstrittenen Partymanager Manfred Schmidt möglicherweise schon im Sommer 2010 bekannt.
Wulff und Glaeseker
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Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff und sein Pressesprecher Olaf Glaeseker Foto: Jochen Lübke/Archiv
© dpa
Glaeseker hatte die Urlaubseinladungen nach einem «Stern»-Bericht bereits wenige Tage nach Wulffs Wahl zum Staatsoberhaupt auch amtsintern bestätigt und als rein privat bezeichnet. Darüber hinaus schweigt der langjährige Vertraute Wulffs gegenüber dem Präsidialamt weiterhin zu den Bestechlichkeitsvorwürfen gegen ihn.

Die Wulff-Affäre beschäftigt inzwischen auch die Generalstaatsanwaltschaft Celle. Diese überprüft mehrere Beschwerden gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hannover, die bisher keine Notwendigkeit für ein Ermittlungsverfahren gegen Wulff wegen möglicher Vorteilsnahme sieht. Mit einer Entscheidung ist jedoch frühestens in einem Monat zu rechnen.

Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft Glaesekers Büro im Präsidialamt durchsucht. Die Behörde ermittelt im Zusammenhang mit der von Schmidt organisierten Lobby-Veranstaltung Nord-Süd-Dialog in Niedersachsen wegen Verdachts der Bestechlichkeit gegen Glaeseker. Es wird geprüft, ob er als niedersächsischer Regierungssprecher unter dem damaligen Ministerpräsidenten Wulff den Veranstaltungs-Manager gefällig gefördert hat. Gegen Schmidt wird wegen Verdachts der Bestechung ermittelt. Dabei geht es auch um die Urlaube Glaesekers in Immobilien von Schmidt.

Wie das Magazin «Stern» in seiner neuen Ausgabe berichtet, hatte ein Redakteur der «Süddeutschen Zeitung» (SZ) Ende August 2010 nach Urlaubsaufenthalten Glaesekers auf Kosten Schmidts gefragt. Glaeseker habe solche Besuche damals bestätigt und als rein privat dargestellt. Der Ressortleiter Innenpolitik der «SZ», Heribert Prantl, erklärte auf Anfrage, seine Zeitung gebe über Details ihrer Recherchen keine Auskunft.

Am 29. August 2010 verfasste Glaeseker laut «Stern» dazu auch eine «Sachverhaltsdarstellung» für Präsidialamtsleiter Lothar Hagebölling. Auch hier habe Glaeseker die Urlaubseinladungen bestätigt und seine Beziehung zu Schmidt als rein privat dargestellt. Das Bundespräsidialamt konnte dies am Mittwoch nicht bestätigen. Dem Amt liege keine entsprechende Sachverhaltsdarstellung vor, sagte eine Sprecherin.



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Artikel vom 01.02.2012 - 18.13 Uhr
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Leserkommentare
(01.02.2012 10:36)
Gandalf
Pinocchio erwartet.........
Herr Pinocchio Wulff als Regisseur der schlimmsten Schmierenkomödie seit bestehen der BRD. Dieser Moral Apostel übertrifft mit seiner Unverfrorenheit alles was bisher an Politiker-Skandalen in dieser Republik zu finden war. Herr Pinocchio Wulff, der größte Teil der Bevölkerung erwartet schon lange eine Erklärung, nämlich ihre Erklärung zu ihrem schon längst überfälligen Rücktritt von diesem Amt!!!!.
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