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Gamescom: Wenig Innovationen, aber volle Hallen

Artikel vom 08.08.2012 - 16.53 Uhr

Gamescom: Wenig Innovationen, aber volle Hallen

Köln (dpa) - Lara Croft, die schlagkräftige Archäologin mit der ausladenden Oberweite, kehrt zurück. Auf der Gamescom können Fans das neueste Abenteuer der «Tomb Raider»-Heldin testen.
Gamescom
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Drei Stunden warten, um einen kurzen Einblick zu erhaschen: Viele Computerspiel-Fans nehmen das gerne in Kauf. Auf der Gamescom können sie testen, was im Weihnachtsgeschäft in die Läden kommt. Foto: Oliver Berg/Archiv
© dpa
Diese Ankündigung dürfte so manchen der vornehmlich männlichen Besucher verzücken, sie steht zugleich sinnbildlich für die Computerspielemesse in Köln: Fortsetzungen beliebter und bewährter Titel prägen in diesem Jahr das Bild, die ganz großen Innovationen sind nicht zu erwarten. Den Fans ist das egal, die Koelnmesse rechnet mit einem rekordverdächtigen Andrang bei der großen Spiele-Party.

An neuer Software mangelt es nicht. Mehr als 300 Titel sind erstmals in Deutschland anspielbar, darunter seien «spektakuläre Neuheiten», wie die Messe verspricht. Besucher können diverse Spiele mit Blockbuster-Potenzial testen, neben «Tomb Raider» etwa eine Erweiterung für den Rollenspiel-Dauerbrenner «World of Warcraft», dazu Fortsetzungen von Sport-Simulationen wie «Pro Evolution Soccer» und «Need for Speed» oder von Ego-Shootern wie «Call of Duty», «Far Cry» und «Crysis». Viele Fans nehmen Wartezeiten von mehr als drei Stunden in Kauf, um einen 10- oder 15-minütigen Einblick zu erhaschen.

Doch große Wagnisse gehen die traditionell risikoscheuen Anbieter nicht ein. Auch auf neue Hardware, aus der die Software-Entwickler neue Konzepte kitzeln könnten, warten Spieler wohl vergeblich. Sony dürfte die neue Generation seiner Konsole erst 2013 vorstellen, auch eine schlankere und billigere Version der Playstation 3 wird vermutlich erst nach der Messe präsentiert. In den Lagern stehen noch zu viele Geräte der jetzigen Version, heißt es in der Branche.

Der Xbox-360-Hersteller Microsoft spart sich nach dem ersten Quartalsverlust der Firmengeschichte gleich den Stand in Köln - anzukündigen hat der Konzern derzeit ohnehin nichts. Nintendo wiederum hat mit der Wii U den anstehenden Nachfolger der Wii im Köcher, schwänzt aber ebenfalls die Messe. Immerhin werden an den Ständen von Ubisoft und Warner Titel für die Konsole zu sehen sein, etwa der Horror-Schocker «Zombie U» und ein «Batman»-Abenteuer.

Präsenter denn je sind dagegen mobile Spiele: Erstmals widmet ihnen die Messe einen Schwerpunkt. Ein Smartphone haben schließlich die meisten der mehrheitlich unter 25-jährigen Besucher in der Tasche. Weitere Testmöglichkeiten - auch auf den mobilen Konsolen - gibt es an den Ständen der großen Anbieter. Mehr Platz bekommen auch Online- und Browser-Spiele, ein Trendthema der vergangenen Jahre. Sie machen den klassischen Konsolentiteln immer mehr Konkurrenz.



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Artikel vom 08.08.2012 - 16.53 Uhr
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