Der nächste Tag sollte uns die Gefahren der Berge aufzeigen. Nach dem Abstieg zur Pordoischarte und zum Pordoijoch gelangten wir über den Bindelweg zum Fedaiasee. Ein vor uns gehender Wanderer stürzte einen rund 100 Meter tiefen Abhang hinunter. Zum Glück war der Abhang moosbedeckt. Da verletzt, konnte er aus eigener Kraft nicht mehr laufen. Ein aus Bozen angeforderter Rettungshubschrauber barg den Verletzten mit einer Seilwinde aus seiner misslichen Lage. Vom Fedaiasee, der vom Gletscher der Marmolata gespeist wird, ging es per Taxitransfer an die Südseite der Marmolata. Steil hinauf ging es zum Rif. Falier (2074 Meter), unserem nächsten Etappenziel. Die Hütte liegt direkt unter der rund zwei Kilometer langen und etwa 800 Meter hohen Steilwand.
Vom Rif. Falier folgten wir am nächsten Tag den Weg zum Pas de Ombretola (2864 Meter) und Pas da le Cirelle (2683 Meter). In diesem Gebiet tobte im 1. Weltkrieg ein erbarmungsloser Stellungskrieg zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Zahlreiche Stollen, Höhlen und Schützengräben lagen auf dem Weg. Nach dem Abstieg zum Passo Pellegrino (1920 Meter) nahmen wir die Seilbahn zum Aufstieg auf den Col Margherita (2550 Meter). Gemütlich ging es zum Passo di Valles, wo wir im Rifugio Capanna übernachteten.
Nach teilweise nur kaltem Wasser und »französischen Toiletten« auf den Hütten, war diese Unterkunft purer Luxus. Endlich konnten wir mal wieder ausgiebig duschen, ohne auf die Menge des Wassers achten zu müssen! Teilweise war die Dusche auf den Hütten mit 20 Liter pro Person rationiert. Eine sehr schöne Tour erwartete uns am nächsten Tag. Über sanfte Almwiesen und durch Wälder stiegen wir zum Passo Rolle ab. So schön der Morgen, so anstrengend der Nachmittag. Auf dem Weg zu unserer letzen Hütte, dem Rif. Rosetta (2581 Meter), mussten noch mal alle Kräfte mobilisiert werden. In schier endlosen Kehren erreichte man Spätnachmittag die Hütte. Die Beine waren müde, nach insgesamt rund 9500 Höhenmetern in den vergangenen sechs Tagen. Am nächsten Morgen, dem letzten Tag der Wanderung, bestiegen wir die Rosetta (2743 Meter). Noch mal genossen wir den Blick mit einer grandiosen Fernsicht, mit Blick auf eine teilweise geschlossene Wolkendecke unter uns. Noch ein kurzer Abstieg und mit der Seilbahn ging es hinunter nach San Martino di Castrozza (1470 Meter) und von dort in ruznd zweieinhalb Stunden mit dem Taxi zurück nach St. Ulrich, unserem Ausgangspunkt. Nach herzlichem Abschied vom Rest der Gruppe, verbrachten wir noch eine Nacht in St. Ulrich. Die Tour wurde vom Alpincenter OASE aus Oberstdorf wiederum erstklassig organisiert, ein Dank dafür. Auf der Heimfahrt wurden schon Vorschläge für weitere mögliche Bergtouren diskutiert...«
In unserer Beilage finden Sie eine Querschnitt dessen, was Kinder im Rahmen unseres Projekts »Zeitung in der Grundschule« zwischen September und Dezember 2011 erarbeitet haben. » zur Sonderbeilage
21. Kalenderwoche, 145. Tag des Jahres Sternzeichen: Zwillinge Namenstag: Dagmar, Esther, Franz HISTORISCHE DATEN
2002: Die norwegische Prinzessin Märtha Louise gibt in Trondheim einem Schriftsteller das Jawort. Sie hat zuvor auf ihren offiziellen Titel «Königliche Hoheit» verzichtet.