Vogelsbergkreis (au). Zum ersten Mal in der Geschichte der tradi- tionellen Rinderschau »Hessens Zukunft« ging am Samstag der begehrte Titel »Hessen-Champion« an die Holsteinzüchter in Thüringen. Der Rinderzuchtbetrieb Wiesenfeld im Landkreis Eichsfeld stellte mit »WFD Mae« das Siegertier der Schau aus der Rasse Holstein-Schwarzbunt.
»Rosita« vom Betrieb Michael Semmler (Stumpertenrod). (Foto: au)
Die im Oktober 2004 geborene Kuh hatte bereits die Klasse 13 gewonnen und war Siegerkuh (alt) ihrer Rasse geworden. Schärpe, ein Geldpreis von 1000 Euro und die Silberplakette des Bundeslandwirtschaftsministerium Berlin, überreicht von Dr. Erhard Heinz vom Hessischen Landwirtschaftsministerium, waren der Lohn für den Zuchtbetrieb Wiesenfeld. Die thüringischen Rinderzüchter waren diesmal mit einem starken Aufgebot erschienen und holten weitere sehr gute Plätze.
Die von Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH) und Landesbetrieb Hessen veranstaltete Schau bot wieder ein beeindruckendes Bild der hessischen Rinderzucht. Die knapp 80 Züchter hatten insgesamt fast 250 Tiere aufgetrieben, darunter 131 schwarzbunte und 44 rotbunte Holsteins sowie 42 Fleckviehkühe und einige Schautiere der Rassen Jersey und Braunvieh. Außerdem wurden einige Nachzuchtgruppen vorgestellt. Unter den Züchtern waren elf aus dem Vogelsberg mit 31 Tieren sowie sieben aus dem Raum Hünfeld/Fulda.
Erfolgreich waren wieder die heimischen Züchter bei »Hessens Zukunft«. Die größten Erfolge erzielten erneut die heimischen Fleckviehzüchter. Uwe und Mark Habermehl (Lauterbach-Allmenrod) stellten mit »Tussi« die Eutersiegerin (alt), sie hatte zuvor den Ic-Preis in der Klasse 4 gewonnen, und mit »Troja« gab es außerdem die Reservesiegerkuh (jung) dieser Rasse. »Troja« hatte zuvor die Klasse 1 gewonnen. Zahlreiche 1b bis 1e-Preise gingen beim Fleckvieh an die Züchter Paul Wies (Freiensteinau-Ober-Moos), Fritz und Renate Weber (Schlitz-Queck), die Boß, Feick, Euler GbR (Lauterbach-Maar) und die Krausmüller/Peter GbR (Alsfeld-Schwabenrod).
Bei den Deutsche Holsteins/Rotbunte waren die Betriebe Karl, Inge und Henning Caspar GbR (Kirtorf-Heimertshausen) sowie Herbert und Ursula Falk (Ulrichstein-Unter-Seibertenrod) mit 1c- und 1d Tieren vertreten. Beide Betriebe stellten auch Tiere bei der Rasse Deutsche Holsteins/Schwarzbunte vor und bekamen fünf 1c- und 1d-Preise. Für die Robert Euler GbR (Romrod-Nieder-Breidenbach) gab es einen 1f-Preis. Die besten Vogelsberger Tiere dieser Rasse kamen aus den Betrieben Wilfried Seipel und Michael Semmler (beide aus Feldatal-Stumpertenrod). Seipel stellte mit »Kendra« die Siegerkuh (jung), sie hatte zuvor die Klasse 5 gewonnen, und er erhielt dafür die Silberplakette der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinder- züchter Bonn. Außerdem bekam »Melodie« einen 1f-Preis. Der Betrieb Semmler stellte mit »Uta« die Siegerin der Klasse 12, und auf »Rosita« erhielt er einen 1c-Preis.
Beim Deutschen Braunvieh und den Jersey waren keine heimischen Züchter vertreten. Die Hessischen Jungzüchter verlosten mit »Leandra« von Karl Mütze (Frankenberg) wiederum ein Kalb aus Hessens Spitzengenetik. Der Gewinner war Willi Lind, der in Wölfersheim einen 100 Hektar großen Holstein-Betrieb bewirtschaftet.
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