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Nüsse erinnern an Brauch im afrikanischen Kamerun

Artikel vom 11.03.2010 - 17.56 Uhr

Nüsse erinnern an Brauch im afrikanischen Kamerun

Gemünden-Burg-Gemünden (eva). »Ein solcher Gottesdienst kann nur funktionieren, wenn alle helfen«, so Pfarrerin Ursula Kadelka während der Weltgebetstagsveranstaltung im DGH in Burg-Gemünden.
Im Kreis wurden beim Treffen zum Weltgebetstag Lieder gesungen und Informationen zu Kamerun gegeben. 	(Foto: eva)
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Im Kreis wurden beim Treffen zum Weltgebetstag Lieder gesungen und Informationen zu Kamerun gegeben. (Foto: eva)
Beeindruckend auch, da sich an die 100 Gäste aus den evangelischen Kirchengemeinden Burg-Gemünden/Bleidenrod sowie Nieder-Gemünden, Elpenrod, Hainbach und Otterbach und der katholischen Kirchengemeinde Erscheinung des Herrn aus Nieder-Gemünden zusammengefunden hatten. Die Liturgie des Gottesdienstes kam in diesem Jahr von Frauen aus Kamerun, das wegen seiner landwirtschaftlichen und kulturellen Vielfalt oft als »Afrika im Kleinen« bezeichnet wird.

Der Gottesdienst zum Weltgebetstag folgt dem Lauf der Sonne und geht alljährlich am ersten Freitag im März in mehr als 170 Ländern um die ganze Welt. Während in der Nacht zum Freitag die Menschen in Deutschland noch schliefen, fanden auf den Fiji-Inseln und in Neuseeland schon erste Weltgebetstags-Gottesdienste statt. Der Kreis schloss sich in Alaska. Der Weltgebetstag vereint Frauen aller christlichen Konfessionen im Beten und Handeln, lässt teilhaben an Glaubenserfahrungen von Christinnen aus anderen Ländern und Kulturen und ist eine Bewegung, die Frauen aus verschiedenen Kulturen und Traditionen zusammenführen soll. Gerade in Kamerun verlieren durch die großen Plantagen vermehrt die kleinen Anbauer ihre Lebensgrundlage und da besonders die Nutztierhaltung eine Domäne der Frauen ist, werden durch Lebensmitteldumping Existenzen zerstört.

Daher beteiligten sich die Besucher des Weltgebetstagsgottesdienstes an einer Postkartenaktion, mit der das Recht der Menschen auf deren gesicherten Lebensraum unterstützt werden soll. Nachdem unter der musikalischen Leitung von Helma Reitz und unter Gitarrenbegleitung von Ruth Reitz im großen Kreis die Lieder zum Weltgebetstag gesungen worden waren, erstellten unter Leitung von Pfarrerin Kadelka die Frauen des Vorbereitungskreises, Claudia Scheer, Monika Dreiucker, Ruth Reitz, Sylvia Vogel, Lydia Wehrwein und Gudrun Wolf, mit Lesungen und Darstellungen ein Bild von Kamerun. Es wurde in Form von Steinen auf Konflikte, Hass, Gewalt, Missbrauch, Korruption und Habgier aufmerksam gemacht, unter denen die Menschen leiden und die Gemeinschaften zerstörten. Sie erzählten aber auch von großartigen Landschaften, Vieherden und der Fruchtbarkeit des Bodens. In Anlehnung an einen Brauch in Kamerun, Palmwein und Nüsse an die Gäste zu geben, wurden auch in Burg-Gemünden Nüsse verteilt.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es Gelegenheit, landesübliche kulinarische Spezialitäten zu probieren, die teils von den Frauen des Singkreises und vom Vorbereitungsteam nach Originalrezepten aus Kamerun hergestellt worden waren.

Angesichts der Erdbebenkatastrophe in Haiti wird der Weltgebetstag in diesem Jahr vor allem auch dort Projekte fördern, da nach der ersten Welle der Hilfsbereitschaft die Unterstützung erfahrungsgemäß nachlässt.

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Artikel vom 11.03.2010 - 17.56 Uhr
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