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»Ohne neues ärztliches Zentrum bricht Versorgung zusammen«

Artikel vom 16.10.2009 - 18.51 Uhr

»Ohne neues ärztliches Zentrum bricht Versorgung zusammen«

Feldatal (ks). Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus will sich darum bemühen, nach Feldatal ein Ärztezentrum zu bekommen. Die immer problematischer werdende Lage bei der Hausarztversorgung verlange nach neuen Wegen.
Wilfried Schmiermund (rechts) wurde für seine Verdienste um den Angelclub geehrt (mit Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus und dem Vo
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Wilfried Schmiermund (rechts) wurde für seine Verdienste um den Angelclub geehrt (mit Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Michael Schneider). Schmiermund erhielt die goldene Ehrennadel mit Urkunde und Ehrenkeramikplatte. Er war 1970 in den Angelclub (AC) eingetreten, hatte 1983 den Vorsitz übernommen und hatte diesen bis 2009 inne. Offhaus lobte den AC für seinen Einsatz für die Gewässer, ansonsten hätte die Gemeinde deutlich mehr Arbeit. Mit einem Geschenk gratulierte auch der amtierende Vorsitzende des Angelclubs, Manfred Scheid, Wilfried Schmiermund. (Foto: ks)
Wenn man nicht bald handele, dand würden in den Gemeinden im Umfeld solche Zentren entstehen, meinte Offhaus am vergangenen Donnerstag Abend in der Sitzung der Gemeindevertretung im Köddinger Dorfgemeinschaftshaus. In der Sitzung sprachen sich die Gemeindevertreter auch einstimmig für ein neues modernes Löschfahrzeug mit Wassertank aus, das 75 000 Euro kostet. Offhaus berichte aus dem Gemeindevorstand, dass dort mit Medizinern über die Ärzteversorgung gesprochen wurde. In den nächsten zehn Jahren gehen die beiden praktizierenden Ärzte in den Ruhestand. Wenn nicht frühzeitig gegengesteuert wird, »bricht die ärztliche Versorgung im Feldatal zusammen,« fürchtet der Bürgermeister.

Dann sei auch der Bestand der Apotheke gefährdet. Damit werde Feldatal erheblich an Attraktivität verlieren. Nachdem bereits in Ulrichstein nur noch eine beschränkte ärztliche Versorgung bestehe, würden den Schwalmtal und Romrod weitere drei Ärzte in Kürze ihren Dienst aufgeben. Damit entstehe kurzfristig ein »bedrohlicher Zustand.« Zudem habe der Zustrom von Patienten nach Feldatal zugenommen.

Laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) stehen dem Feldatal zwei Ärzte zu. s empfehle sich künftig, statt zweier Praxen eine Gemeinschaftspraxis zu führen. Daran könne sich dann auch ein Zahnarzt beteiligen. Eine solche Gemeinschaftspraxis, für die rund 500 Quadratmeter an Platz nötig wären, müsse aber neu gebaut werden. Dort könnten dann eventuell auch ein Orthopäde, ein Fußpflege-Angebot und ein Raum für die Diakoniestation untergebracht werden, schlug Offhaus vor. Denkbar seien dazu eine Eisdiele und eine Tankstelle.

Für ein solches Zentrum wird das Volksbanklager mit Umgebung bevorzugt. Mit der Nähe zu Apotheke, Rathaus, Bank und Geschäften könne es den Mittelpunkt abrunden. Es gebe ausreichend Parkflächen, wenn man das Pavelsche Anwesen in die Überlegungen einbeziehe. Einen Neubau kann aber nicht die Gemeinde finanzieren, »hier muss mit der Volksbank gesprochen werden, ob sie als Bauherr auftritt,« so Offhaus.

Nachgefragt wurde zur Zukunft des Kindergartens Stumpertenrod. Hier erklärte Offhaus, dass der Groß-Feldaer Kindergarten keine Kinder nach Stumpertenrod abgeben könne, weil sonst dort das Konzept ins Wanken gerate. Man wolle jetzt bei der Landeskirche Möglichkeiten ausloten, ob diese gewillt sei, auch den Kindergarten Stumpertenrod unter ihre Fittiche zu nehmen und man eine kommunale-kirchliche Zusammenarbeit aufbauen könnte.



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Artikel vom 16.10.2009 - 18.51 Uhr
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