Karben (dpa). Gleich viermal ist ein gutgläubiger 79-Jähriger auf eine Betrügerbande hereingefallen und hat 16 500 Euro hergegeben.
Die Truppe hatte bei dem Mann aus Karben mehrfach vor der Tür gestanden und ihm sechs angeblich wertvolle Perserteppiche angedreht, wie die Polizei in Friedberg am Donnerstag berichtete. Die zwei Männer und eine Frau klingelten von Ende Juli bis Mitte August abwechselnd bei dem Rentner und gaben an, für ein im Irak inhaftiertes Familienmitglied Geld zu sammeln. Deswegen müssten die Teppiche dringend verkauft werden. Misstrauisch wurde der Mann erst nach dem vierten Besuch und ließ die Perser schätzen. Ergebnis: Alles nur wertlose Staubfänger. Als weiteres »Verkaufsargument« führten die Betrüger an, eine Enkelin aus einem Heim im Iran befreien zu wollen, wie die Polizei berichtete. Ohne Geld würde dem Kind ein Finger abgeschnitten. Die Polizei fahndet nun nach den Betrügern.
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