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WZ-Umfrage zur Landesgartenschau: Von »viel gebracht« bis »viel zu teuer«

Artikel vom 29.07.2010 - 11.00 Uhr

WZ-Umfrage zur Landesgartenschau: Von »viel gebracht« bis »viel zu teuer«

Bad Nauheim (sch). Seit dem 24. April ist die Kurstadt Austragungsort der vierten hessischen Landesgartenschau. Insbesondere im Kurpark und im Goldsteinpark gingen dem Großereignis vielfache Veränderungen voran. Was denken die WZ-Leser über den bisherigen Verlauf der Schau? Sind Veränderungen auch rund um den Veranstaltungsort erkennbar? Hat sich die Lebensqualität in der Kurstadt verbessert?

Anne Bleckmann
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Anne Bleckmann
Anne Bleckmann (67) aus Nieder-Mörlen ist weder unzufrieden noch begeistert. Sie erkennt, dass sich die Veranstalter viel Mühe gegeben haben. Außerdem weiß sie »die ungeheure Arbeit und die Organisation der Veranstalter« zu schätzen. Sie selbst hat die LGS bisher zweimal besucht, ihr Mann ist Besitzer einer Dauerkarte. Die Nieder-Mörlenerin sieht insbesondere den Goldsteinpark als »Zugewinn für die Stadt«. Ansonsten bezeichnet sie das Stadtbild als »angehoben«. Bleckmann bemängelt jedoch die fehlenden Veränderungen innerhalb der Stadt. »Veranstaltungen und Musik, das fehlt«, und ebenso die dafür nötige Lockerheit. All das, was ihr nicht gefalle, sei natürlich subjektiv und liege im Auge des Betrachters. Bleckmann hätte das Geld, das in die LGS investiert wurde, allerdings eher in Kindergärten oder Schulen gesteckt.

Das Ehepaar Anneliese (72) und Gerhard Meier (74) aus Hüttenberg besuchte vor Beginn der LGS den Kurpark regelmäßig. Seit dem Beginn der Blumenschau waren sie einmal dort, was ihnen auch reiche. Die Veränderungen im Park seien den Eintrittspreis von 14 Euro für Erwachsene keinesfalls wert. Positiv empfinden sie dagegen die Parkplatzsituation. Besonders die 24-Stunden-Karte am Parkdeck am Sprudelhof für 3 Euro halten sie für gut. Denn so bleibe immer viel Zeit, um durch Bad Nauheim zu bummeln.

Anneliese und Gerhard Meier
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Anneliese und Gerhard Meier


Die Bad Nauheimerin Patricia Schäfer (55) hatte schon mehrere Auftritte bei der LGS. Die Landesgartenschau habe »für die Stadt viel gebracht«. Bei der Parkplatzsituation erkennt sie nur kleine Veränderungen. Negativ sei jedoch, dass die Höchstparkdauer rund ums Zentrum meist nur eine Stunde betrage. Weiter erkennt sie für das Teichhaus im Kurpark Probleme, da niemand mehr einfach so für eine Stunde dort hinkomme, um ein Bier zu trinken. Im Vorbau der Trinkkuranlage wiederum sieht Schäfer »nur einen Betonklotz«, der nicht zum Jugendstil Bad Nauheims passe.

Reimund Frank (57) aus Ober-Mörlen hat die LGS bisher nur einmal besucht. Das Gelände sei sehr schön, besonders der Goldsteinpark sei »außerordentlich«. Die Eintrittspreise sind für ihn kein Problem. Die Getränke- und Essenspreise auf dem LGS-Gelände seien jedoch verhältnismäßig teuer, was jedoch weniger an der Organisation der Stadt, sondern am Grundkonzept solcher Veranstaltungen liege.



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Artikel vom 29.07.2010 - 11.00 Uhr
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