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Zu Hörnerklängen Natur-Gottesdienst genossen

Artikel vom 17.09.2009 - 20.06 Uhr

Zu Hörnerklängen Natur-Gottesdienst genossen

Gemünden-Burg-Gemünden (eva). Das Besichtigungs- und Unterhaltungsangebot im Rahmen des Tages des offenen Denkmals lockte am Sonntag auch eine große Besucherschar zu Schloss und Kirche nach Burg-Gemünden. Ein Höhepunkt war neben der Besichtigung des Herrenhauses der Burganlage die Hubertusmesse, mit Pfarrerin Ursula Kadelka und Diakon Hans-Peter Schucker unter Mitwirkung des Parforcehorncorps Hoher Vogelsberg sowie der Seenbachtaler Jagdhornbläser abhielten.
Am Nachmittag konnte das Herrenhaus der Burg besucht werden, wo Jürgen Rittmannsperger Erläuterungen gab. 	(Foto: eva)
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Am Nachmittag konnte das Herrenhaus der Burg besucht werden, wo Jürgen Rittmannsperger Erläuterungen gab. (Foto: eva)
Der »Dankgottesdienst der Jäger« wurde in Burg-Gemünden erstmalig gefeiert und und beeindruckte. Im Mittelpunkt der Hubertusmesse stand die Natur.

»Wir können die Bäume hören und den Wind spüren«, so Pfarrerin Kadelka, die dazu einlud, die Musik im Gottesdienst mit den Parforcehörnern einmal anders zu entdecken. Zur Natur und Bewahrung der Schöpfung gehöre, dass man sie schätze, hege und pflege. Und genau hier entstehe der Berührungspunkt zum Dankgottesdienst, da in vielen Bereichen für diese Hege Jäger und Förster Verantwortung tragen. Oft, so Kadelka, sehen die Menschen beim Strebennach eigenem eigenen Vorteil nicht mehr, ob Nutztiere leiden, Lebensmittel im Labor entworfen oder Rohstoffe knapp werden. »Das stört uns zwar, ändert aber nicht unbedingt unsere Bequemlichkeit«, gab sie zu bedenken. Und dabei sei es so wichtig, die Rechte aller Geschöpfe zu achten.

So wie es auch der heilige Hubertus (655 bis 727) getan hatte, aus dessen Leben Karl Pitzer berichtete. Wie die Legende erzählt, tötete Hubertus zunächst als leidenschaftlicher Jäger ohne Verantwortung für das Leben. Bis er, nach einigen persönlichen Schicksalsschlägen, dann durch das Erscheinen eines prächtigen Hirschen bekehrt wurde.

Der Mensch denke, die Natur gehöre ihm und er dürfe sie für sich gebrauchen, so Diakon Schucker in seiner Predigt. Doch an dieser Umwelt wollten sich auch die Kinder und Enkel noch erfreuen. Nur allzu leicht würden die Menschen das vergessen. Er habe während der langen mit starkem Lärm einhergehenden Bauzeit der Autobahn im hiesigen Bereich den Gesang der Lerche vermisst. Erst als er sie vermisst habe, sei ihm bewusst geworden, wie sehr der Vogelgesang das Herz öffnen könne. »Wir sollten die Schöpfung nicht ausnutzen«.

Weitere Höhepunkte der ökumenischen Hubertusmesse setzte das Parforcehorn-Corps Hoher Vogelsberg unter der Leitung von Peter Diehl, das später gemeinsam mit der Gemeinde »Großer Gott wir loben dich« darbrachte und zum Abschluss »Amacing Grace« erklingen ließ.

Auftakt und Ende der Messe wurde von den Seenbachtalern Jagdhornbläsern unter der Leitung von Otto Biedenkopf gestaltet.



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Artikel vom 17.09.2009 - 20.06 Uhr
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