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350000 Euro Sachschaden bei Großbrand

Artikel vom 07.04.2011 - 15.46 Uhr

350000 Euro Sachschaden bei Großbrand

Romrod-Zell (bl). Mindestens 350000 Euro Sachschaden sind beim Brand einer Scheune mit Stall in Zell am »Frauenberg« am frühen Donnerstag Morgen entstanden.

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Die Scheune mit Stallung in der Straße »Am Frauenberg« stand blitzschnell in Flammen.
Alle Tiere im Stall konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Auf dem Dach des Gebäudes befand sich eine Photovoltaikanlage, die ebenfalls zerstört wurde. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar. Menschen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr konnte auch die angrenzenden Gebäude vor einem Übergreifen der Flammen schützen.

Nach bisherigen Erkenntnissen fing es im Bereich des Scheunendachs an zu brennen. Innerhalb von kürzester Zeit stand dann plötzlich der gesamte Dachstuhl in Flammen. Gegen 4 Uhr wurden zunächst die Einsatzkräfte der Feuerwehren von Zell und Romrod-Mitte über Feuersirene alarmiert. Später erfolgte der Vollalarm für alle Ortsteile über Sirene. Es brannte im Dorf eine rund 40 Meter lange Scheune mit Stallungen, in denen sich Zuchtbullen und Kühe befanden.

Auch die Feuerwehr aus Alsfeld-Mitte wurde zur Unterstützung gerufen. Die Helfer rückten mit der Drehleiter an, die dringend notwendig war. Es gab aber ein Problem mit der Löschwasserversorgung. In der Zwischenzeit bauten die Ortsteilfeuerwehren eine lange Wegestrecke von über einem Kilometer auf, da sie das Nass aus einem fließenden Gewässer fast am anderen Ende des Dorfes entnehmen mussten. Da das Löschwasser über einen erheblichen Höhenunterschied zur Brandstelle befördert werden musste, wurden Motorspritzen zur Druckerhaltung auf dieser Strecke eingesetzt.

Schon als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, waren die Besitzer des Hofes und Helfer damit beschäftigt, das Vieh aus den Stallungen in Sicherheit zu bringen. Auch halfen Einsatzkräfte der Feuerwehr mit, die Tiere aus den verschiedenen Stallungen zu retten. Ein Viehhändler aus dem Ort stellte zum Abtransport der Tiere, die sich zunächst im Innenhof des Anwesens aufhielten, seine Fahrzeuge zur Verfügung. In der Zwischenzeit rannten einige Tiere frei herum, was nicht nur für die Einsatzkräfte eine Gefahr darstellte, da es sich um Bullen handelte. Ein weiteres Problem war die Photovoltaikanlagen, die sich auf der Rückseite des Brandobjektes auf den Dach befand. Angesichts dieser Hindernisse hatten die Feuerwehrleute keinen leichten Einsatz.

Nach über zwei Stunden konnte dann der Leitstelle »Feuer aus« gemeldet werden. Warum es zu diesem Brand kam, ist noch unklar, Die Schadenshöhe dürfte sich auf über 350 000 Euro belaufen. Mit vor Ort waren auch Sanitäter des DRK Alsfeld. Auch Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg half dabei, dass die Tiere möglichst zusammengehalten werden konnten. Später versorgte sie die Einsatzkräfte mit Erfrischungen. Während der Löscharbeiten war die Straße zwischen Zell und Heimertshausen voll gesperrt. Gleichzeitig wurde im Rundfunk eine Warnmeldung durchgegeben, dass die Verkehrsteilnehmer vorsichtig sein sollten. In diesem Jahr war es bereits der zweite Großbrand in der Gemeinde. Nachdem die Feuerwehren bis auf eine Brandwache am Morgen wieder abgerückt waren, kamen die Ermittler der Kriminalpolizei, um nach der Schadensursache zu forschen. Die Brandstelle ist nach wie vor beschlagnahmt. Bei der Ursache für den Großbrand könnte es sich um einen technischen Defekt gehandelt haben. Vor kurzem war erst auf dem Gebäude eine Photovoltaikanlage installiert worden.

Der Brand war von einer Verkehrsteilnehmerin, die auf dem Weg zur Arbeitsstätte war, entdeckt und gemeldet worden . Sie weckte ihre Verwandtschaft, die neben dem Brandobjekt wohnt. Dieser setzte die Betroffenen in Kenntnis. Laut Wehrführer Wolfgang Gemmer hatte der Brand zunächst gar nicht so schlimm gewirkt, doch habe es einen sogenannten »Flash-Over«, ein schnelles Durchzünden aufgrund der Sauerstoffzufuhr für die Flammen gegeben. Als mögliche Brandursache kann laut Polizei ein technischer Defekt an einer im Dezember vergangenen Jahres auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen laufen.

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Artikel vom 07.04.2011 - 15.46 Uhr
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