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Dietmar Schlosser ist jetzt offiziell Kandidat

Artikel vom 18.02.2010 - 19.33 Uhr

Dietmar Schlosser ist jetzt offiziell Kandidat

Feldatal (ts). Nun ist es offiziell: Dietmar Schlosser aus Windhausen kandidiert für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde. Der bisherige Erste Beigeordnete ist naturgemäß im Feldatal kein Unbekannter.
Im Rahmen von Unterstützen präsentiert sich Bürgermeisterkandidat Dietmar Schlosser (4. v. rechts mit Schlips). 	(Foto: ts)
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Im Rahmen von Unterstützen präsentiert sich Bürgermeisterkandidat Dietmar Schlosser (4. v. rechts mit Schlips). (Foto: ts)
Seit seiner Jugendzeit engagiert er sich ehrenamtlich. Er wurde am 25. Juli 1961 in Alsfeld geboren und wuchs in Groß-Felda auf. Er erlangte an der Max-Weber-Schule in Gießen die Fachhochschulreife. Der gelernte Einzelhandelskaufmann arbeitete nach der Bundeswehrzeit von 1985 bis 1990 bei der Deutschen Lufthansa AG in Frankfurt, bevor er eine Weiterbildung zum Betriebswirt absolvierte. Mit dieser Ausbildung im Gepäck wurde Schlosser Leiter der Marketingabteilung bei Wagner & Co Solartechnik GmbH in Cölbe. Dort war er lange auf Geschäftsleitungsebene tätig und ist heute Aufsichtsratsvorsitzender und Gesellschafter.

1985 wurde er für die Freie Wählergemeinschaft in die Gemeindevertretung gewählt, wo er bis 1996 als Gemeindevertreter und Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport und Fremdenverkehr tätig war. Gleichzeitig hatte Schlosser das Amt des Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler inne. 1996 übernahm Dietmar Schlosser das Amt des Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Seit 2001 ist Schlosser nun Erster Beigeordneter der Gemeinde und unterstützt Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus bei der Amtsführung. Im Jahr 2005 wurde Schlosser darüber hinaus zum Vorsitzenden der Freien Wählergemeinschaft gewählt. Damit er seine Ämter kompetent ausfüllen konnte, absolvierte er eine Reihe von fachspezifischen Weiterbildungen. So besuchte er den Grundlehrgang Verwaltungsrecht beim Verwaltungsschulverband in Kassel sowie Seminare zum Baurecht und Vergaberecht beim hessischen Verwaltungsschulverband. Als Anerkennung für sein politisches Engagement wurde Dietmar bereits mit dem Ehrenbrief des Landes ausgezeichnet.

Neben seinem politischen Engagement war Schlosser in zahlreichen Vereinen aktiv tätig. 1979 gründete er die Freie Jugendinitiative Groß-Felda, der er heute noch verbunden ist. Dietmar Schlosser hatte den Vorsitz des Kreisjugendringes Vogelsberg inne, war Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreises und Jugendbetreuer beim TV/VFR Groß-Felda. Heute ist er Vorsitzender des Fördervereins Grundschule Feldatal, Sprecher des Arbeitskreis Synagoge und Mitglied in zahlreichen Vereinen. Dietmar Schlosser lebt mit Ehefrau Sandra und drei Kindern in Windhausen.

»Wichtig ist, dass wir die Gemeinde Feldatal fit für die Zukunft machen«, so Schlosser. Der demografische Wandel und die miserable Finanzausstattung der Gemeinde seien bekannte negative Rahmenbedingungen, auf die es zu reagieren gelte. So müsse es oberster Grundsatz sein, wirtschaftlich und mit Augenmaß Politik zu gestalten. Das Notwendige müsse Vorrang vor dem Wünschenswerten haben, Chancen, die Attraktivität der Gemeinde zu steigern, sollten aber konsequent genutzt werden. Investitionen in die Infrastruktur seien immer darauf zu prüfen, ob sie den Anforderungen einer kleiner werdenden Gemeinde entsprechen. Dienstleistungen bekämen eine größere Bedeutung. So sei das Internet ein wichtiges Werkzeug, um Angebote und Leistungen der Gemeinde näher zum Bürger zu bringen. Hier bestehe Handlungsbedarf. Der Bau eines Ärztehauses sei ein Beispiel, wie man über eine Privatinitiative die Gemeinde attraktiv machen könne. Da in Zukunft die Zahl der Senioren zunehme, müsse auch für die älteren Bürger eine hohe Lebensqualität gesichert werden. Neben der medizinischen Versorgung gelte es in den Bereichen der Hauswirtschaft, Pflege, Betreuung und Wohnen die bestehenden Angebote zu stärken und neue Wege zu gehen. Auch solle ein neuer Anlauf zur Bildung eines Seniorenbeirates gestartet werden. Darüber hinaus müsse die Gemeinde für junge Menschen attraktiv bleiben. Dieses könne man durch eine gute Kinderbetreuung, Einkaufsmöglichkeiten und die Unterstützung der zahlreichen Vereine und Freizeitangebote erreichen. Es sei wichtig, die interkommunale Zusammenarbeit zu entwickeln, um die kommunalen Dienstleistungen kostengünstig und dauerhaft anbieten zu können. Aber auch in der Wirtschaftsförderung sollte sich die Gemeinde in die bestehenden Angebote im Kreis und darüber hinaus einbringen.

Ein stärkerer Blick sei in Zukunft auf die Zusammenarbeit mit dem Handwerk und Gewerbe zu richten. Es gelte die Kaufkraft im Feldatal zu halten. Ein großes Problem der Region seien fehlenden Arbeitsplätze für qualifizierte Kräfte. Junge Leute würden derzeit in die Städte gehen. Wenn schon die Arbeitsplätze in den Ballungsgebieten seien, müsse ein Bürgermeister auf eine Verbesserung der Verkehrsanbindung hinwirken, etwa um preiswertes und schnelles Pendeln ins Rhein-Main-Gebiet zu ermöglichen.

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