Dann traute man seinen Augen und Ohren nicht, als durch den Saal zackige Befehlstöne erschallten und sich ein stattliches »U-Boot« in Richtung Bühne bewegte, dort anlegte und eine Schar Matrosen des Männerballetts vom KHC Groß-Felda aufs Podium stürmte und einen flotten Tanz zeigte.
Unter dem Titel »Gemündener Rathausgeschichten« stellte Manfred Stöhr in einer Parodie Bürgermeister Bott dar, der – wie auch schon im Jahr zuvor – mit Frau Guggenmoser (alias Manuela Hohl), die einer Prüfungskommission aus Bayern angehörte, um die Einbürgerung Gemündens in den Freistaat Bayern verhandelte. Da blieb es nicht aus, dass brisante Themen auftauchten und sich »Bürgermeister Bott« unangenehmen Fragen stellen musste. So zur Kosten-Nutzen-Relation der »Golden Gate Briggs«, wie der neu errichtete stattliche Fuß- und Radweg »Brühlsteg« im Volksmund genannt wird.
Erneut standen der Rathausneubau, die Parkplatzprobleme der Besucher sowie die noch nicht erfolgte Einrichtung einer Streuobstwiese im Bereich der Nieder-Gemündener »Kreuzwiesen«, für die manche Einwohner schon finanzielle Beiträge geleistet hatten, im Fokus der Kritik. Gedanken machten sich die Bayern auch um die ihrer Meinung nach zeitaufwändige und überdurchschnittliche Präsenz des Bürgermeisters in der örtlichen Presse, was Frau Guggenmoser mit »O Gott, o Gott, Herr Bott« kommentierte. Aufgewertet wurden die »Rathausgeschichten« dadurch, dass der echte Bürgermeister Bott den Akteuren ein Bier auf die Bühne brachte und mit ihnen anstieß.
Danach ließ das nächste Glanzlicht nicht lange auf sich warten, die »Ballettmäuse« des TSV-Männerballetts (Leitung Carolin Christ) trafen als Piraten mit ihren Hebefiguren wieder einmal genau den Faschingsnerv.
Von »Mülltonnensong«
bis zu Lady Gaga
Mit Imitationen von Peter Maffay, Helge Schneider oder Herbert Grönemeyer präsentierte sich danach erfolgreich Entertainer Sören Ruppert aus Ehringshausen, dem es schon nach den ersten Tönen gelang, das Publikum zum Mitsingen bekannter Melodien zu animieren.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) möchte trotz der "Euro Hawk"-Affäre nach der Bundestagswahl vier weitere Jahre im Amt bleiben. Ein realistischer Wunsch?
Medien (er)leben
Unser Verlagshaus stellt sich vor: Die Mitarbeiter, die neue Technik, Zeitung heute und morgen.