Vogelsbergkreis (jol). Sie wollten das beste für die Bürger, dann aber ergaben sich »handwerkliche Fehler« bei der Umsetzung des neuen Müllkonzepts und nun haben sie viel Kritik zu verdauen: Am Freitag stellten Vertreter der »großen Koalition« aus CDU, SPD, FW und FDP im Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis dar, weshalb sie eigentlich Recht haben, nur der uninformierte Bürger hat´s wieder mal nicht kapiert.
»Neues Abfallsystem zahlt sich aus«: links Lothar Bott (FW) und Ulrich Künz, rechts Helmut Weppler, Ulrich Madeisky, Matthias Weitzel (SPD), Rudolf Scharmann (FDP), Jürgen Adam (SPD). (jol)
Dabei räumten sie ein, dass einige Kritikpunkte der Müllrebellen zutreffen, so hat die Verwaltung die Menge an unerwarteter Arbeit nicht richtig bewältigt und die Gebühren wurden nicht rechtzeitig angehoben. Aber die Entscheidung für große Mülltonnen sei richtig. Ziel sei es, die Gebühren zu mindern, die Bürger werden dieses Jahr um 300000 Euro entlastet, in den nächsten Jahren sollen Gebührensenkungen möglich werden.
Also alles in Butter? Nicht ganz, wenn man den Ausführungen der Sprecher von CDU, SPD und FWG trauen darf. So betonte CDU-Sprecher Ulrich Künz, dass die vier Parteien seit Jahren zusammenarbeiten. So habe der wegen der hohen Kosten umstrittene Vertrag mit dem Wetteraukreis zur Müll-Behandlung zu keinen politischen Schuldzuweisungen geführt. Auch das öffentlich stark kritisierte neue Abfall-System des ZAV führt nicht zum »Aus« für die gemeinsame politische Arbeit. Künz verwies auf die Faktoren, die nach intensiver Beratung im Zweckverband zu den neuen Regelungen geführt haben: So habe man eine stillgelegte Mülldeponie, deren Nachsorge teuer komme, habe wenige Einwohner auf großer Fläche, was die Sammelkosten hochtreibt und es habe in der Vergangenheit viel Restmüll in gelben und blauen Tonnen gegeben. Deshalb habe der ZAV mit Stimmen aus den vier Parteien das neue Abfallsystem eingeführt, um die Kosten gerechter zu verteilen. Die Probleme mit dem hiesigen Müll seien »so von den Bürgern nicht erkannt worden«. Hinzu kamen noch handwerkliche Fehler bei der Umsetzung des neuen Konzepts, so hätten von vorne herein Menschen mit Zweitwohnsitz nicht bei den Gebühren angerechnet werden dürfen.
Immerhin habe die ZAV-Versammlung reagiert und eine soziale Komponente eingeführt. Nicht gerüttelt wird an der Größe der Mülltonnen, was aber für die Gebührenhöhe unwichtig sei. Da ergänzte Lothar Bott (FW), dass die größeren Tonnen auch deshalb gewählt wurden, weil eventuell künftig das Duale System für Kunststoff-Verpackungen wegfällt, der Inhalt der gelben Tonne kommt dann ebenfalls in das Restmüll-Gefäß. Künz erinnerte an die große Verärgerung der Vogelsberger wegen der Riesen-Tonnen auf den Grundstücken - deshalb sollen in Sonderfällen kleinere Tonnen möglich sein.
SPD-Sprecher Helmut Weppler legte besonderen Nachdruck auf die Probleme, in einem Flächenkreis Müll abzufahren. Wenige Haushalte und große Entfernungen machen die Abfuhr viel teurer als in städtischen Regionen. Zudem könne man Kostensenkungen bei der Müllsammlung von 1,5 Mio. Euro kaum an die Bürger weiterreichen, weil man in der Vergangenheit eine maßvolle Gebührenanhebung vermieden hat. Immerhin rechne der ZAV nur mit 9,4 Mio. Euro Gebühreneinnahmen, damit erspart man den Bürgern 300000 €. Vielleicht wurden Fehler bei der Umstellung gemacht, so Weppler, aber die Kommunen hätten teilweise besser unterstützen können. Jürgen Adam (SPD) ergänzte, dass die Bioabfall- Tonne aus Kostengründen wegfällt. Lothar Bott verwies ebenfalls auf »handwerkliche Fehler« der Verwaltung, steht aber »zu der Umstellung«. Matthias Weitzel (SPD) erinnerte an den Zeitdruck: So sei die Kinderermäßigung erst im Oktober beschlossen worden und es sei eine Flut an Anträgen eingegangen. Ulrich Madeisky (SPD) sah Positives: Die Bürgerkritik habe Bewegung in den ZAV gebracht.
Die Verantwortlichen der ZAV halten die Bürgerinnen und Bürger des Vogelsbergkreises wohl für blöd. Während in sämtlichen Nachbarlandkreisen die Müllentsorgungskosten gut um die hälfte günstiger ist, wollen sie ihre Gebührenpolitik mit Gewalt der Politik duchsetzen und schreiben alles schön. Nachbarlandkreis haben auch Stillgelegte Deponien die in der Nachsorge sind. Denke mal es wollen sich zuviele den Goldesel Müll, melken, das haut hier nicht hin, die Gemeinden, die bislang das Thema Müll an der Backe hatten, haben sich von den Einsparungen das das nun eine anderer Erledigt (weniger Verwaltung) blenden lassen und so der ZAV zugestimmt. Die nachhaltigen Folgen wurden aber ausser acht gelassen. Wo ich in Zukunft kein Kreuz mehr machen werde, das weiss ich jetzt. Nicht der Staat hat das Geld sondern seine Bürger, ich werde mir jedenfalls nicht so schamlos in den Geldbeutel langen lassen und wege finden das zu verhindern. Die Zeiten des Raubrittertumes sind vorbei
In unserer Beilage finden Sie eine Querschnitt dessen, was Kinder im Rahmen unseres Projekts »Zeitung in der Grundschule« zwischen September und Dezember 2011 erarbeitet haben. » zur Sonderbeilage
6. Kalenderwoche Noch 327 Tage bis zum Jahresende Sternzeichen: Wassermann Namenstag: Hieronymus, Philipp, Zacharias
2006: Nach starken Schneefällen in Bayern rufen die Behörden in sechs Landkreisen Katastrophenalarm aus. Mehrere Dächer brechen unter der Schneelast ein.
Während in sämtlichen Nachbarlandkreisen die Müllentsorgungskosten gut um die hälfte günstiger ist, wollen sie ihre Gebührenpolitik mit Gewalt der Politik duchsetzen und schreiben alles schön.
Nachbarlandkreis haben auch Stillgelegte Deponien die in der Nachsorge sind.
Denke mal es wollen sich zuviele den Goldesel Müll, melken, das haut hier nicht hin, die Gemeinden, die bislang das Thema Müll an der Backe hatten, haben sich von den Einsparungen das das nun eine anderer Erledigt (weniger Verwaltung) blenden lassen und so der ZAV zugestimmt.
Die nachhaltigen Folgen wurden aber ausser acht gelassen.
Wo ich in Zukunft kein Kreuz mehr machen werde, das weiss ich jetzt.
Nicht der Staat hat das Geld sondern seine Bürger,
ich werde mir jedenfalls nicht so schamlos in den Geldbeutel langen lassen und wege finden das zu verhindern.
Die Zeiten des Raubrittertumes sind vorbei