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Viele Gesten, wenig Taten beim G20-Gipfel

Artikel vom 20.06.2012 - 10.43 Uhr

Viele Gesten, wenig Taten beim G20-Gipfel

Los Cabos (dpa) - Ein gutes Zeichen für den freien Welthandel, aber sonst wenig Greifbares: Den führenden Volkswirtschaften der Erde (G20) ist die Kraft und der Wille abhandengekommen, Probleme vom Ausmaß der Euro-Schuldenkrise gemeinsam anzupacken.
Los Cabos
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Chiles Präsident Sebastian Pinera und Kanzlerin Angela Merkel treffen sich in Los Cabos. Foto: Chile Presidency
© dpa
Beim G20-Gipfel im mexikanischen Badeort Los Cabos standen die Europäer am Ende mit ihren Problemen recht alleine da, auch wenn es an guten Worten und Ratschlägen nicht mangelte.

Nach dem Schlagabtausch mit viel Kritik am europäischen Krisenmanagement zum Auftakt zeigte sich US-Präsident Barack Obama am Dienstag (Ortszeit) letztlich versöhnlich: «Ich bin zuversichtlich, dass sie (die Europäer) diese Prüfungen bestehen können. Wenn die Leute ein Gefühl dafür haben, wo es hingeht, kann das Vertrauen schaffen.»

Auch Kanzlerin Angela Merkel suchte die Wogen zu glätten und sprach von einem «wichtigen Gipfel» mit einer ausgewogenen Debatte über Wachstumsimpulse in einer «Atmosphäre der Partnerschaft». Es habe eine «ganz ehrliche Aussprache» über die Probleme aller Länder gegeben.

Neben den USA mahnten Staaten wie China, Indien und Südkorea, in der Schuldenkrise rasch zu handeln, um Gefahren für die Weltwirtschaft abzuwenden.

US-Finanzminister Timothy Geithner gab der Euro-Schuldenkrise die Schuld, dass die Konjunktur der größten Volkswirtschaft der Erde nicht anspringt - zu einer Zeit, in der sein Chef im Wahlkampf steht: «Wir wachsen nicht so, wie wir wachsen sollten.»

Auch der europakritische britische Premier David Cameron sagte: «Die Mitglieder der Eurozone nehmen einen neuen Anlauf, all ihre Mechanismen, ihre Institutionen und ihre ganze Feuerkraft zu nutzen, um aufzustehen und ihre Währung zu schützen.»

Die Abschlusserklärung war an dieser Stelle eindeutig: Die Eurozone sei in der Pflicht, die Finanzmärkte zu beruhigen, Vertrauen zurückzugewinnen und Wachstum zu schaffen. «Die Mitglieder der Eurozone in der G20 werden alle notwendigen politischen Maßnahmen ergreifen, um die Integrität und Stabilität des Währungsraums zu sichern.»



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Artikel vom 20.06.2012 - 10.43 Uhr
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Leserkommentare
(20.06.2012 11:17)
Lux
Schelte
Die EU, stärkste Wirtschaftszone der Welt, muss sich von niemanden etwas sagen lassen. Gerade die USA sollten nicht vergessen, dass die bis heute dauernde Krise, durch alle Gesetze ignorierende amerikanische Banken, ausgelöst wurde. Die EU wird diesen Konflikt lösen und anschließend stärker und geeinter sein.
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