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Windpark rückt in greifbare Nähe

Artikel vom 23.04.2010 - 20.36 Uhr

Windpark rückt in greifbare Nähe

Feldatal (jol). Es werden wohl »nur« einige 10000 Euro pro Jahr, aber immerhin Geld, das die arme Gemeinde Feldatal sehr gut gebrauchen kann. Am Donnerstag debattierte die Gemeindevertretung Feldatal länger über die Pläne der Firma Renertec für einen Windpark mit 13 Anlagen bei Zeilbach, davon sollen sich vier große Rotoren auf Feldataler Gemarkung drehen.
Pläne für Windpark: Die Planer Thannhäuser-Wittberger (3. v. links), Frank Geisler und Windparkbetreiber Christoph Eckert in der
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Pläne für Windpark: Die Planer Thannhäuser-Wittberger (3. v. links), Frank Geisler und Windparkbetreiber Christoph Eckert in der Gemeindevertretung.
Um abzuklopfen, ob die Gemeinde nicht doch noch etwas mehr Geld als bislang von Betreiber vorgeschlagen erhalten kann, soll noch einmal im Ausschuss beraten werden. In gut vier Wochen soll dann die Entscheidung für eine entsprechende Planänderung fallen.

In der Debatte am Donnerstag im Gemeinschaftshaus Köddingen unter Leitung von Michael Schneider erinnerte Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus an die Vorgeschichte. Bereits im alten Flächennutzungsplan der Gemeinde ist eine Windkraftfläche bei Zeilbach im Bereich Biehnes eingetragen. Mit einem Bebauungsplan hat die Gemeinde aber vorgeschrieben, dass dort nur niedrige Windkraftanlagen errichtet werden dürfen. Dadurch rentiert sich ein Windpark nicht, aber inzwischen hat die Ingenieurfirma Renertec Planungen für einen Windpark mit modernen, 150 Meter großen Anlagen, in Angriff genommen. Dafür stellte die Firma einen Antrag beim Regierungspräsidium. Da sich nun aber Bebauungsplan der Gemeinde und Regionalplan des RP ausschließen, setzten sich Vertreter der Gemeinde, Planer, Investor und Mitarbeiter des RP zusammen, um die notwendigen Änderungen zu besprechen. Ergebnis: Der Bebauungsplan und ein Teil des Flächennutzungsplans der Gemeinde müssen geändert werden. Das erläuterte am Donnerstag Planer Frank Geisler in der Sitzung. Umweltplanerin Carmen Thannberger-Wittenberg und Investor Christoph Eckert gaben in der Sitzung weitere Informationen zum Planverfahren für den Windpark. Bürgermeister Offhaus regte an, die Gemeindevertretung möge das Änderungsverfahren auf den Weg bringen, der Gemeindevorstand werde unterdessen an einem Vertrag mit Renertec arbeiten, der für die Gemeinde möglichst hohe Einnahmen bringt.

Dem wollten die Gemeindevertreter so nicht zustimmen, so wollte Albrecht Stein (CDU) genaue Zahlen über zu erwartende Einnahmen der Gemeinde haben. Hubert Klaus (SPD) hatte keine Bedenken und erinnerte daran, dass die Fläche bereits für Windkraft zugelassen ist, man habe keine Alternative und da sei es besser, mit Renertec zusammen zu arbeiten. Peter Weiß (ALF) wiederum war prinzipiell für den Windpark, warnte aber davor, schnell zu entscheiden, weil man dann kaum Verhandlungsspielraum für höhere Einnahmen habe. Auch Elisabeth Schott (FWG) begrüßte die Zusatzeinnahme für die Gemeinde, wollte aber erst nach weiterem Beraten entscheiden.

Christoph Eckert betonte, Renertec habe sich bereits die betreffenden Flächen gesichert, es werde also kein anderer Investor dort Anlagen errichten. Andererseits habe er bereits vor Monaten ein Angebot an die Gemeinde gerichtet, das höhere Einnahmen als üblich sichert, unter anderem höhere Gewerbesteuereinnahmen. Planerin Thannberger-Wittenberg sah es als unproblematisch an, noch bis in den Sommer abzuwarten und unterdessen die Natur-Gutachten zu erstellen. Bei drei Gegenstimmen aus SPD und FWG wurde die Beratung in den Ausschuss verlagert.

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Artikel vom 23.04.2010 - 20.36 Uhr
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Leserkommentare
(24.04.2010 20:00)
kalli
Windpark
Habt Ihr auch unseren Landrat gefragt?
Würde mich einmal interessieren ob er auch dafür ist.
Sooo schöne Windräder.
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