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HWWI senkt Wachstumsprognose für Deutschland

Artikel vom 05.09.2012 - 12.58 Uhr

HWWI senkt Wachstumsprognose für Deutschland

Hamburg (dpa) - Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Prognose für die wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland angesichts der verschärften Rezessionstendenzen in der Eurozone nach unten revidiert.
HWWI-Präsident
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Der Präsident des Hamburger Weltwirtschafts-Instituts (HWWI), Thomas Straubhaar. Sein Institut hat einen pessimistischen Ausblick abgeliefert. Foto: Marcus Brandt (Archiv)
© dpa
«Inzwischen hat sich die Situation vor allem in Griechenland, Spanien und Italien weiter zugespitzt», begründete das HWWI am Mittwoch seine pessimistischeren Ausblick. Wegen der ungünstigeren Exportaussichten und deren Folgewirkungen hätten sich auch die Konjunkturperspektiven für Deutschland eingetrübt.

Für 2012 wird nunmehr ein Wirtschaftswachstum von nur noch 0,7 Prozent erwartet, nachdem man im Juni noch mit 1,0 Prozent gerechnet hatte. Noch deutlicher ist die Abwärtsrevision für das Jahr 2013. Hier erwarte man jetzt nur noch ein Wachstum von 0,5 Prozent, nachdem man im Juni noch 1,5 Prozent prognostiziert hatte. I

m zweiten Halbjahr 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft stagnieren und an den «Rand einer Rezession geraten». Das HWWI sieht die Gefahr einer noch stärkeren Abschwächung der deutschen Wirtschaft: «Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung bleiben angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Eurokrise erheblich.»

Neben der Abschwächung der Auslandsnachfrage mehren sich laut HWWI inzwischen auch die Anzeichen für eine Abkühlung der derzeit noch recht guten Binnenkonjunktur. Besorgniserregend sei vor allem die zunehmende Zurückhaltung der Unternehmen bei ihren Ausrüstungsinvestitionen. Die Lage auf dem bislang robusten Arbeitsmarkt werde sich eher verschlechtern, die Zahl der Arbeitslosen sei bereits leicht gestiegen. Der Inflationsdruck sei unter diesen Bedingungen trotz der Energieverteuerung «sehr gering». Das HWWI erwartet im kommenden Jahr eine Inflationsrate von 1,9 Prozent.

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Artikel vom 05.09.2012 - 12.58 Uhr
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Leserkommentare
(06.09.2012 14:04)
Lux
Ende des Wachstums
So wie Weihnachten jedes Jahr vollkommen überraschend daher kommt, so kommt jetzt "vollkommen" überraschend die Nachricht, dass sich das Wachstum nicht nur abschwächt sondern stagniert. Schon vor zwei Jahren war ab zu sehen, dass der angeheizte Automobilmarkt seinen Höhenflug beenden würde. Auch im Maschinenbau sind die Aufträge rückläufig. Allein der Export zieht die BRD. Bricht aber auch dieser nach und nach ein, unsere gescholtenen Europäischen Nachbarn können sich keine deutschen Erzeugnisse mehr erlauben, die müssen ja rigoros sparen dann, ja dann kommt es dicke. Die Binnenkonjunktur hat nicht mal im Ansatz die Chance einen Ausgleich zu schaffen. Aber selbst dann ist das Wachstum nicht am Ende. Es wächst doch noch so viel. Allen voran der Gedanke, man werde für neue Wachstumsimpulse sorgen. Diesmal nicht für Autos, sondern für die steuerliche Absetzbarkeit beim Kauf einer neuen Küche. Dieses Programm rechnet sich für alle. Und falls das auch nicht kommt, dann kommt es halt zum "Minuswachstum". Eine gern gebrauchte Worthülse, die aber in sich falsch ist. Merke: Das Wachstum endet nie.
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