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RWE verschärft Sparkurs: Mehr Jobs in Gefahr

Artikel vom 06.02.2012 - 16.23 Uhr

RWE verschärft Sparkurs: Mehr Jobs in Gefahr

Essen/Düsseldorf (dpa) - Streichkonzert der Stromriesen: Neben Eon plant auch RWE einen radikalen Sparkurs. Mindestens 3500 weitere Jobs sollen nach Informationen der «Financial Times Deutschland» (Montag) dort auf der Kippe stehen. Allerdings wollte der Essener Konzern das nicht bestätigen.
RWE-Zentrale
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RWE-Zentrale in Essen. Foto: Martin Gerten/Archiv
© dpa
Ob es bei dem zusätzlichen Sparziel von einer Milliarde Euro zu weiteren Personalverschiebungen oder einem weiteren Personalabbau komme, sei noch gar nicht entschieden, sagte eine RWE-Sprecherin in Essen. Details des kompletten Sparprogramms würden bei der Bilanzvorlage am 6. März vorgestellt.

Am Wochenende war durchgesickert, dass bei RWE in den Jahren 2013 und 2014 über die beschlossenen Kürzungen von rund 1,5 Milliarden Euro hinaus mindestens eine weitere Milliarde Euro eingespart werden soll. RWE bestätigten die Einsparsumme von einer Milliarde Euro als «Plangröße». Es liefen bereits Gespräche mit den Betriebsräten.

Schon nach den bisherigen Plänen soll die Zahl der Mitarbeiter durch Verkäufe von Unternehmensteilen und durch Einsparungen um insgesamt rund 8000 sinken. Etwa jeweils die Hälfte entfalle auf Verkäufe und Stellenabbau. Derzeit hat der Essener Konzern weltweit knapp 71 000 Mitarbeiter, darunter gut 34 000 in Deutschland.

Der künftige RWE-Chef Peter Terium hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» den Arbeitnehmervertretern ein Programm «für die Zukunft unseres Konzerns» vorgelegt. Darin gehe es um Maßnahmen zur Abschaffung von doppelten Konzernstrukturen und um den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien. Endgültige Schritte sollten in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften bis Juni 2012 entwickelt werden. RWE-Vorstandsmitglied Terium wird ab 1. Juli 2012 das Dax-Unternehmen mit mehr als 50 Milliarden Euro Jahresumsatz als Vorstandschef führen und damit Nachfolger von Jürgen Großmann sein.

Bis Ende 2012 sind bei RWE in Deutschland betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Im Jahresverlauf sind Gespräche über eine Verlängerung der Regelung geplant. «Ich bin verhalten zuversichtlich, dass wir auch für die Folgejahre eine Regelung hinkriegen, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt», sagte der Chef des Konzernbetriebsrats, Heinz Büchel, der «Financial Times Deutschland».



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