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Schlecker-Insolvenzverwalter sieht «guten Kern»

Artikel vom 30.01.2012 - 17.48 Uhr

Schlecker-Insolvenzverwalter sieht «guten Kern»

Ehingen (dpa) - Die insolvente Drogeriekette Schlecker soll noch eine Chance bekommen - die einstige Milliardärsfamilie steht allerdings mit leeren Händen da. «Aus meiner Sicht gibt es einen guten Kern», sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Stammsitz in Ehingen bei Ulm.
Pressekonferenz Schlecker
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Meike Schlecker und Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz informieren während einer Pressekonferenz über die Zukunft der Drogeriekette Schlecker. Foto: Stefan Puchner
© dpa
Das Gros der unrentablen Filialen sei nun geschlossen. Anton Schlecker, der in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders mit dem Aufbau seines Drogerie-Imperiums startete, steht nach Aussagen des Insolvenzverwalters jetzt vor dem persönlichen Ruin. «Es ist nichts mehr da», stellte Meike Schlecker, die Tochter des Firmengründers, fest.

Dass Anton Schlecker für die Insolvenz gerade stehen muss, hängt Gleiwitz zufolge mit der Unternehmensform «eingetragener Kaufmann» (e.K.) und der direkten Haftung zusammen. Deshalb müsse er praktisch auch eine Privatinsolvenz abwickeln, wie der vorläufige Insolvenzverwalter erklärte. Es gibt nach Angaben eines Sprechers keinen eigenen Antrag auf Privatinsolvenz.

Meike Schlecker versicherte, die Familie habe große Teile ihres Privatvermögens bereits in die Restrukturierung der Kette gesteckt. Sie wolle mit Gerüchten aufräumen, ihre Familie habe Geld zur Seite geschafft. «Das Vermögen meines Vaters war immer das Unternehmen», sagte sie.

Die Drogeriekette hatte vor einer Woche Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein kurzfristiger Zahlungsausfall in zweistelliger Millionenhöhe nicht aufgefangen werden konnte. Das Unternehmen und die Familie habe kein Geld mehr bereitstellen können, um den weiteren Betrieb zu gewährleisten. «Wenn noch 100 Millionen im Schrank liegen würden, wäre es zu diesem Verfahren nicht gekommen», erklärte Geiwitz.

Er verfüge nun über weitreichendere Befugnisse, um den Fortbestand der Drogeriekette zu sichern, sagte Geiwitz. Zunächst könnten die Mieten der Läden bezahlt werden, da das Amtsgericht Ulm ihn zum sogenannten «starken vorläufigen Verwalter» gemacht habe. Auch die verminderte Zahl der Filialen stimme ihn optimistisch. «Ich habe die Hoffnung, dass wir nun mit einer Sockelzahl neu durchstarten können.»

Hoffnungen gibt es auch, dass die Lieferanten mitziehen. «Alle Lieferanten haben sehr schnell zu verstehen gegeben, dass sie ein großes Interesse am Weiterbestehen der Drogeriekette Schlecker haben», erklärte Geiwitz.



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Artikel vom 30.01.2012 - 17.48 Uhr
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Leserkommentare
(30.01.2012 18:58)
lies ab
Armer Anton Schlecker.........
....... nun auch privat pleite. Und die Erde ist doch eine Scheibe.......
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