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Erleichterung ist bei den 46ers zu spüren

Artikel vom 08.02.2010 - 02.00 Uhr

Erleichterung ist bei den 46ers zu spüren

(mv) Die Erleichterung bei den LTi Gießen 46ers war überall zu spüren. Ob die geballte Faust von Geschäftsführer Christoph Syring, das selige Lächeln von Cheftrainer Vladimir Bogojevic bei der Pressekonferenz oder die fröhlichen Mienen der Spieler: Der 84:81-Erfolg am Freitag bei den Eisbären Bremerhaven war ganz deutlich ein Sieg, den der Basketball-Bundesligist dringend gebraucht hat. Das perfekte Wochenende rundeten dann aber nicht etwa die zwei Punkte an der Nordseeküste ab, sondern die Ergebnisse der BBL-Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt.
GEHT DOCH: Center Elvir Ovcina und der Rest der LTI Gießen 46ers haben am Freitagabend beim 84:81-Sensationserfolg in Bremerhave
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GEHT DOCH: Center Elvir Ovcina und der Rest der LTI Gießen 46ers haben am Freitagabend beim 84:81-Sensationserfolg in Bremerhaven ihre Muskeln spielen lassen und wollen am kommenden Samstag in der Osthalle gegen die BG Göttingen einen weiteren Sieg folgen lassen, um weiteren Boden im Kampf gegen den Abstieg aus der BBL gutzumachen. (Foto: Vogler)
Wenn man sagt, das Glück sei mit den Tüchtigen, dann zahlte sich an diesem Wochenende einige harte Arbeit der Gießener aus. Die auf dem letzten Tabellenplatz rangierenden Paderborn Baskets lagen im dritten Viertel schon mit 18 Zählern gegen EnBW Ludwigsburg vorne, ehe sie die Partie noch in der Verlängerung verloren. Auch Phoenix Hagen musste sich gegen die Telekom Baskets Bonn nur knapp mit 64:67 geschlagen geben. Damit klettern die 46ers dank der neuen Tabellenzählweise nicht nur auf einen Nichtabstiegsplatz, sondern sind auch nach der Sieg-Niederlagen-Rechnung wieder nahe an Hagen herangerückt. Dennoch merkt man in dieser Situation noch einmal deutlich, wie sehr die Niederlagen gegen Teams wie Hagen, Düsseldorf und Trier schmerzen.

Schmerzen musste auch Jannik Freese erleiden. Nachdem der 23-Jährige gegen Düsseldorf nicht eingesetzt wurde, auch weil er aus privaten Gründen von Headcoach Vladimir Bogojevic für einige Tage vom Training freigestellt worden war, erlitt der 2,10 m große Center im Training einen Jochbeinbruch und wird einige Wochen nicht zur Verfügung stehen. Damit ist Freese der neueste Zugang im 46ers-Lazarett. Mit Kevin Johnson hat bis dahin nur ein Spieler im Kader alle 22 Saisonspiele bestritten, dafür fielen von David Teague (Knie) über Lorenzo Williams (Knöchel) bis zu Johannes Lischka (Handbruch) fast alle anderen Akteure bereits verletzungsbedingt aus.

Lischka feierte dafür am Samstag sein Comeback bei den Licher BasketBären. Mit 24 Punkten und elf Rebounds zeigte der Forward eine herausragende Leistung, stand 30 Minuten auf dem Feld und war ein wichtiger Faktor beim 102:98-Sieg der Licher gegen den SC Rasta Vechta. Aber auch einen Tag zuvor an der Nordseeküste spielte Lischka mehr als 13 Minuten und zeigte dabei eine durchaus ansprechende Leistung gegen Bremerhaven. Es sieht so aus, als wäre Bogojevic entgegen vieler Befürchtungen professionell genug, den 22-Jährigen nicht für den Auftritt seines Vaters bei der Pressekonferenz nach dem Düsseldorf-Spiel zu bestrafen.

Auch Bogojevic zeigte in der Stadthalle Bremerhaven eine bessere Leistung als eine Woche zuvor in der Osthalle. Mit wechselnden Verteidigungsformen, einer von außen deutlich nachvollziehbareren Wechseltaktik und dem verlängerten Arm auf dem Feld, Elvir Ovcina, coachte der ehemalige Nationalspieler seine Farben zum Sieg. Einzig die Defense gegen die Schützen der Eisbären ließ die wenigen Gießen zugedachten Augenzeugen einige Male mit dem Kopf schütteln. Die fünf Treffer bei fünf Versuchen von der 6,25-Meter-Marke, die Andrew Drevo im zweiten Viertel markierte, sind deutlich weniger imposant, wenn man weiß, dass vier von ihnen völlig freistehend in Richtung des Gießener Korbs abgefeuert wurden.

Aber auch mit der Dreierquote der 46ers kann man zufrieden sein. Jeder zweite Wurf von außen fand sein Ziel, nachdem bereits gegen Düsseldorf 47,8 Prozent der Dreier getroffen wurden. Nicht schlecht für eine Mannschaft, die im Saisonschnitt mit gerade einmal 30 Prozent Trefferquote von außen das Schlusslicht der gesamten Liga in dieser Kategorie bildet. Das stimmt optimistisch.

Optimismus verbreitet auch Center Ovcina: Auf die Frage, warum Gießen in keinem Fall absteigen wird, antwortete der Mann, der gegen Bremerhaven mit 18 Punkten, neun Rebounds, acht Assists und fünf Blocks eine herausragende Partie ablieferte: »Ganz einfach: Weil wir genug Spiele gewinnen werden, um die Saison auf einem Nichtabstiegsplatz zu beenden.«

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