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Gießener Stadtduell endet vor 700 Besuchern torlos

Artikel vom 02.08.2010 - 09.41 Uhr

Gießener Stadtduell endet vor 700 Besuchern torlos

(fro) Das Wetter war bestens, der Rahmen passte mit 700 Zuschauern, es fehlten einzig die Tore, als am Samstag zum Saisonstart der Verbandsliga Mitte die TSG Wieseck im Prestigeduell auf den VfB 1900 Gießen traf.
SICHERE BEUTE: Wiesecks Keeper Dominik Weigel holt sich das Leder vor (v.l.) Maykel Samun, Erdinc Solak (beide Gießen, Dennis Sc
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SICHERE BEUTE: Wiesecks Keeper Dominik Weigel holt sich das Leder vor (v.l.) Maykel Samun, Erdinc Solak (beide Gießen, Dennis Schlecht, Saschs Noske, Daniel Pietz und Oliver Schmidt (r., Gießen). (Foto: fro)
Andererseits setzte die TSG Wieseck auch unter ihrem neuen Trainer Achim Mohr ihre Serie von nunmehr 15 ungeschlagenen Spielen in Folge in der Verbandsliga Mitte fort. Eine beeindruckende Bilanz. Während man bei der TSG durchaus zufrieden war, überwog beim VfB 1900 der Frust. Denn im Lager der Gäste hatte man sich einiges mehr erhofft, doch ihr mögliches Potenzial konnten die Schützlinge von Trainer Stefan Hassler in keiner Phase der Partie abrufen.

Die Partie litt unter dem schwer bespielbaren Geläuf, bei dem zu hohes Gras und ein tiefer Boden den Akteuren zu schaffen machte. TSG-Trainer Achim Mohr hatte sich kurzfristig gegen die Viererkette entschieden, um mehr Präsenz im Mittelfeld zu haben. »Wir sind hier noch nicht so weit, dass die Abläufe zu meiner Zufriedenheit passen. Mir war das Risiko in dieser prestigeträchtigen Partie daher zu groß«, erklärte Mohr seine Maßnahme. Die von Dennis Schlecht gut organisierte TSG-Abwehr machte ihre Sache hervorragend und ließ die beiden VfB-1900-Stürmer Maykel Samun und Erdinc Solak nicht zur Entfaltung kommen.

Gießens Trainer Stefan Hassler wurde früh seinen personellen Handlungsfähigkeiten beraubt, denn mit Kai Ranke und Nebil Celik mussten gleich zwei Gästespieler vor der Pause verletzungsbedingt ausgetauscht werden. Für die kamen Jan-Erik Münnich und Denis Müller in die Partie, die überraschend nicht in der Anfangsformation gestanden hatten. Der VfB 1900 besaß zwar ein optisches Übergewicht, ohne das Wiesecker Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Stattdessen brannte es auf der Gegenseite lichterloh, als sich Sascha Noske nach einer Klan-Ecke hochschraubte und Ürkan Özen dessen Kopfball von der Linie kratzen musste (25.). Wenig später konnte VfB-1900-Routinier und Spielführer Pierre Chabou eine Flanke des starken Niklas Wagner nicht verhindern. TSG-Neuzugang Johannes Drescher war in der Mitte aber zu überrascht und kam einen Schritt zu spät (33.). Andreas Klan (41.) und Sebastian Kraft (43.) ließen weitere Chancen der Gießener Vorstädter liegen. Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Gäste ihre beste Gelegenheit. Nach einer Flanke von Steffen Spottka wurde Maykel Samun aber vom eigenen Mitspieler Heinz Stehle behindert, so dass sein Kopfball eine sichere Beute von Wiesecks Keeper Dominik Wagner wurde (44.). So hieß es dann nach 45 Minuten torlos 0:0.

Aus der Kabine heraus hatte der VfB 1900 zunächst den besseren Start. Ürkan Özen überlief Sascha Noske, verfehlte aber aus 18 Metern knapp (46.). Kurz darauf nahm Heinz Stehle eine Spottka-Flanke volley, doch der Ball landete am Außennetz (50.). Auf der Gegenseite musste VfB-1900-Keeper Hans-Michael Eckert Kopf und Kragen riskieren, um einen Schuss von Andreas Klan in den Winkel abzuwehren (58.). In der 65. Minute ging ein Raunen durch das Rund der Zuschauer, als Maykel Samun im Wiesecker Strafraum zu Fall kam. Der souveräne Schiedsrichter Markus Finke hatte aber gute Sicht und ließ zurecht weiterspielen.

Ein Verzweiflungsschuss von Jan-Erik Münnich aus 30 Metern brachte ebenfalls keinen Erfolg für die Gäste (67.). Wieseck kam nur sporadisch zu Entlastungsangriffen. Max Schneider zögerte im Gäste-Strafraum zu lange und wurde von Pierre Chabou abgedrängt (70.). Im Gegenzug hatte Dennis Müller TSG-Keeper Wagner bereits ausgespielt, konnte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht im Tor unterbringen. In der Schlussphase versuchte es die Hassler-Elf nochmals mit Schüssen aus der Distanz, doch Maykel Samun, David Kilian und Jan-Erik Münnich fanden keinen Schlüssel mehr zum Erfolg.



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Artikel vom 02.08.2010 - 09.41 Uhr
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