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Handballer Chalkidis hat auf dem Eis große Mühe

Artikel vom 10.03.2010 - 17.42 Uhr

Handballer Chalkidis hat auf dem Eis große Mühe

(mw) Der 108-Kilo-Mann Giorgos Chalkidis vom Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar hatte sich mühevoll in die Torwartausrüstung der Eishockeyspieler gezwängt und war mit Mühe und Not von der Bande des Bad Nauheimer Eisstadions bis zum Tor gefahren, als das Vergnügen nach drei Schüssen auch schon wieder beendet war. Der griechische Handball-Nationalspieler war im Zuge seiner ersten Parade zu Boden gegangen und kam nicht mehr hoch. Schließlich musste er unter Mithilfe von Bad Nauheims Eishockey-Trainer Fred Carroll das Eis unter leichten Schmerzen an der Hüfte verlassen.
Ein langer Weg steht Wetzlars Handballer Giorgos Chalkidis auf dem Eis bevor, unterstützt wird er von EC-Keeper Boris Ackers (r.
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Ein langer Weg steht Wetzlars Handballer Giorgos Chalkidis auf dem Eis bevor, unterstützt wird er von EC-Keeper Boris Ackers (r.) und dem Lauflern-Pinguin. (Foto: Storch)
Dies war nur eine von zahlreichen kuriosen Szenen, die gestern im Colonel-Knight-Stadion in Bad Nauheim das Training der Wetzlarer Bundesliga-Handballer mit dem Eishockey-Oberligisten mit sich brachte. Eine gestellte Prügelei zwischen Jan Barta (EC) und Michael Allendorf, ein Check gegen den Handballer Sven-Sören Christophersen (HSG) während eines Fernsehinterviews und manch gescheiterter Versuch, den Puck vorwärts zu bringen, erheiterten die Gemüter beider Lager. »Ich denke, es hat allen großen Spaß gemacht und jeder hat etwas mitnehmen können für die nächsten harten Wochen«, erklärte EC-Trainer Fred Carroll, und Michael Roth stimmte zu.

Beide Trainer sind mit ihren Mannschaften nun in der entscheidenden Saisonphase; Abstiegskampf ist bei den Wetzlarern angesagt, um das Heimrecht in den Playoffs kämpft noch der EC.

Insgesamt etwas mehr als eine Stunde trainierten rund ein Dutzend Wetzlarer mit den Bad Nauheimer Spielern Jannik Striepeke, Semen Glusanok, Eric Haiduk, Sven Breiter, Jan Barta, André Mangold, Marc Kohl, Alexander Baum und Torhüter Boris Ackers. Dabei wurde Defensiv- wie Offensivverhalten in 1:1-, 2:1- und 3:2-Situationen geübt, ehe es zu einem Abschlussspiel kam. Sehr engagiert dabei: EC-Coach Fred Carroll, der die Handballer unterstützte und ein mehr als ordentliches Laufpensum absolvierte. Sein Trainerkollege Michael Roth begutachtete das Geschehen von außen und machte einige Bilder für das Familienalbum - sein Sohn hatte die Handball-Mannschaft verstärkt.

»In einer Krise habe ich nach etwas gesucht, um außerhalb des Handball-Trainings etwas für Teambuilding zu tun. Unsere Kontakte nach Bad Nauheim sind gut, es gibt Freundschaften zwischen den Spielern, und ich war hier auch selbst schon Eislaufen. Ich hatte keine Angst vor Verletzungen. Die Gefahr besteht ja grundsätzlich in jedem Training, egal ob auf dem Eis oder in der Halle. Und Handballer sind ja talentierte Hinfaller. Insgesamt war es ein hochwertiges Training, die Jungs haben auf jeden Fall etwas gelernt. Höhepunkt war unser Kreisläufer Giorgos Chalkidis, weil er gefühlte 15 Minuten von der Bande bis ins Tor gebraucht hat und dort nach drei Schüssen wieder umgefallen ist«, lachte Roth.

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Artikel vom 10.03.2010 - 17.42 Uhr
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