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Julian Antinac wird zum Schrecken

Artikel vom 28.05.2012 - 17.29 Uhr

Julian Antinac wird zum Schrecken

(fro) Mit einem 1:4 gegen den FC Eddersheim beendete der VfB 1900 Gießen am Samstag in der Verbandsliga Mitte die Saison 2011/2012. Die Partie war ein Spiegelbild der Leistungen nach der Winterpause, als die Elf mit sieben ihrer acht Saisonniederlagen die gute Ausgangsposition im Kampf um den Hessenliga-Aufstieg verspielte.

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VERBANDSLIGA MITTE: Zum Saisonabschluss bezog der VfB 1900 Gießen eine 1:4-Niederlage gegen den FC Eddersheim. Nach dem Zusammenprall von Gießens Keeper Jan Ziesenitz (l.) und Julian Antinac findet der Ball trotzdem seinen Weg zum zwischenzeitlichen 2:0 ins Tor. (Foto: fro)
»Dies ist ein ernüchterndes Ergebnis. Ich hätte mir einen anderen Saisonausklang gewünscht. Der frühe Rückstand und unsere katastrophalen Patzer waren die Gründe für den Misserfolg. Sportlich gesehen haben wir eine enttäuschende Rückrunde abgeliefert. Es wäre sicherlich mehr in dieser Saison drin gewesen«, erklärte Hagner.

Der Zeiger der Stadionuhr hatte sich gerade mal zweimal gedreht, als Jan Ziesenitz die Gießener Niederlage mit einem Patzer einleitete. Nach einer Flanke von Thomas Lindner rutschte der zu Eintracht Lollar wechselnde Torwart-Trainer weg, so dass Julian Antinac das Leder zum 1:0 ins leere Tor einschieben konnte. Die Hausherren antworteten prompt, doch Ngolo Quattara setzte eine Flanke von Ürkan Özen per Kopf knapp neben den Pfosten (4.). Die Gäste, die einen Sieg zur Sicherung des Relegationsplatzes »nach oben« benötigten, nutzten das desolate Abwehrverhalten der Hagner-Elf und zogen mit einem Doppelschlag auf 3:0 davon. Auch das 2:0 hatte durchaus Slapstick-Charakter, als Julian Antinac zunächst Pierre Chabou im Laufduell enteilt war, dann ins Straucheln geriet und mit Torwart Jan Ziesenitz zusammenprallte. Während die beiden Akteure auf dem Boden lagen, trudelte das Leder in aller Seelenruhe über die Torlinie (17.). Seinen Hattrick vollendete Julian Antinac, der sich als Schrecken der VfB-1900-Abwehr entpuppte, nur drei Zeigerumdrehungen später. Ngolo Quattara und Berat Miftari ließen sich von Marc Grüll wie Fahnenstangen ausspielen. Nach dem anschließenden Querpass hatte Julian Antinac keine Mühe, das Leder zum 3:0 über die Linie zu drücken. Nach einer halben Stunde lag das 1:3 in der Luft. Maykel Samun zwang FC-Keeper Maximilian Filz mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade. Den anschließenden Eckstoß von Ürkan Özen verlängerte Maykel Samun per Kopf, doch Markus Gaubatz konnte das Leder nicht im Netz unterbringen (29.).

Alle guten Vorsätze der Hausherren für die zweite Halbzeit waren schnell über den Haufen geworfen, als Julian Antinac einmal mehr der Gießener Innenverteidigung entwischte und Torwart Jan Ziesenitz beim 4:0 zu allem Überfluss noch tunnelte (51.). »So ein Spiel habe ich lange nicht mehr erlebt. Heute geht einfach alles in die Hose«, sagte Ziesenitz, nachdem er das Leder zum vierten Male aus dem Netz geholt hatte. Matthias Hagner reagierte nun und brachte Nachwuchsspieler Sören Schneider in die Innenverteidigung. Markus Gaubatz wurde in den Sturm beordert. Mit einem Kopfball von Maykel Samun roch der VfB 1900 kurzzeitig am 1:4 (55.). Gefährlich wurde es aber vor allem vor dem Gießener Tor, doch Julian Antinac (58.) und Marc Breul (62.), verpassten einen weiteren FC-Treffer. Auf Flanke von Ürkan Özen und Kopfballvorlage von Markus Gaubatz gelang Erkan Hasan ebenfalls per Kopf das 1:4 (70.). Nico Hecker prüfte nochmals Jan Ziesenitz (77.), während Erkan Hasan Gästekeeper Maximilian Filz zu einer Glanzparade zwang (79.). Kurz vor dem Ende konnte sich der eingewechselte Nachwuchskeeper Malte Naujoks bei einem Schuss von Dario Küper auszeichnen (85.).

Während die Gäste nun über die Relegationsrunde »nach oben« den Sprung in die Hessenliga versuchen wollen, wird der VfB 1900 Gießen nach der Sommerpause einen Neuanfang wagen müssen. »Ich hoffe, der VfB 1900 wird seinen Weg finden. Hierzu müssen die Verantwortlichen aber klären, wo sie hinwollen und ein entsprechendes Konzept erarbeiten«, waren von Matthias Hagner, der in der kommenden Saison zum Hessenliga-Aufsteiger FSV Braunfels wechselt, durchaus kritische Töne zu vernehmen.

VfB 1900 Gießen: Ziesenitz (ab 78. Naujoks); Ott, Chabou, Gaubatz, Miftari (ab 46. Lautaro Tejerina), Ranke, Quattara (ab 56. Schneider), Hasan, Özen, Schaffarz, Samun.

FC Eddersheim: Filz; Dietz, Freund, Lindner, Felix Rottenau, Breul, Grüll, Christian Rottenau (ab 28. Küper), Reuter, Niklas Rottenau (ab 71. Hecker), Antinac (ab 85. Schuster).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Henge (Amöneburg) – Zuschauer: 150. – Torfolge: 0:1 (2.) Antinac, 0:2 (17.) Antinac, 0:3 (20.) Antinac, 0:4 (51.) Antinac, 1:4 (70.) Hasan.

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Artikel vom 28.05.2012 - 17.29 Uhr
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