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Liga-Erfahrung schlägt Aufstiegs-Euphorie - verdient

Artikel vom 02.08.2010 - 11.00 Uhr

Liga-Erfahrung schlägt Aufstiegs-Euphorie - verdient

Welche Komponenten würden beim Saison-Auftakt den Ausschlag geben, Aufstiegs-Euphorie oder langjährige Gruppenliga-Erfahrung? Exakt diese Frage stand am Sonntag im Mittelpunkt des ersten Wetterau-Derbys auf der Bühne der Gruppenliga Frankfurt-West zwischen dem gastgebenden SV Steinfurth, dem über die Relegation aufgestiegenen Liga-Neuling, und dem SV Nieder-Wöllstadt, der sich auf der ersten überregionalen Fußball-Ebene im Laufe der Jahre bekanntlich Respekt verschafft hat. Das Resultat dieses interessanten Vergleichs: Das Team von Nieder-Wöllstadts Coach Andreas Pelka behielt im Rosendorf glatt mit 2:0 (2:0) das bessere Ende für sich.
Kopfballduell: Tolga Tosunoglu (Wöllstadt) kommt vor Björn Lauckhardt ans Leder.	(Jaux)
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Kopfballduell: Tolga Tosunoglu (Wöllstadt) kommt vor Björn Lauckhardt ans Leder. (Jaux)
Verdientermaßen, muss man zweifellos konstatieren. Denn in Halbzeit eins wirkten die«Roten« gegenüber der Bindewald-Elf aggressiver, taktisch besser organisiert und in Sachen offensiver Schlagkraft weitaus gefährlicher.

In exakt dieser Spielphase markierten die Gäste vor rund 250 Zuschauern ihre Treffer. Später dann, in den schwachen und von vielen Unterbrechungen geprägten zweiten 45 Minuten, beschränkten sie sich auf eine Art Ergebnisverwaltung. Das reichte, um gegen eine zwar motiviert, aber ohne erkennbare Durchschlagskraft zu Werke gehende Steinfurther Elf sicher zu siegen. Überhaupt die zweite Hälfte: Von geordnetem Spielaufbau war zwischen der 46. und 93. Minute auf beiden Seiten nichts mehr zu erkennen.

Jede Menge Fouls und als negativer Höhepunkt »Rot« für Steinfurths Sandro Beutnagel in der 78. Minute nach einem Kopfstoß gegen Nieder-Wöllstadts Innenverteidiger Raschid Odjelade - von einem Fußballspiel, das Gruppenliga-Ansprüchen genügen soll, konnte nach der Pause nicht mehr die Rede sein.

Die zunehmend destruktive Partie hatte jedenfalls nur noch einen Höhepunkt zu bieten: Nieder-Wöllstadts Tarik Chaikhoun zirkelte einen Links-Freistoß vor Daniel Laboys Kasten, SVN-Stürmer Gianluca Campagna - in der ersten Halbzeit einer der auffälligsten Nieder-Wöllstädter Spieler - nahm nach 70 Minuten per Kopf genau Maß, zielte jedoch ein wenig zu hoch und verpasste somit den durchaus möglichen dritten Gäste-Treffer. Zwingend notwendig wäre er freilich nicht gewesen. Den Grundstein zum Erfolg hatte die Pelka-Elf nämlich schon viel früher gelegt.

Nachdem Daniele Pagliaro (8.) und Tolga Tosunoglu (25. - Lupfer nach Florian Webers Pass an die Querlatte) bereits gute Nieder-Wöllstädter Chancen versiebt hatten, setzte Raphael de Oliveira per Flachschuss ins rechte Eck das erste Ausrufezeichen (27.). Kurz vorher hatte Campagna den Pfosten getroffen und bediente gleich anschließend de Oliveira, der beim Abpraller besser postiert war, uneigennützig.



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Artikel vom 02.08.2010 - 11.00 Uhr
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