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Mainzlar wahrt Minimalchance

Artikel vom 08.03.2010 - 10.30 Uhr

Mainzlar wahrt Minimalchance

Hüpfende Spielerinnen auf der Mainzlarer Bank und ein Publikum, das seine Mannschaft in den letzten Spielminuten mit stehenden Ovationen feierte. So verliefen die Schlusstakte am Samstag in der Halle der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar, wo die Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar einen bärenstarken Auftritt hinlegten und die vor ihnen platzierte HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim mit 38:27 (19:10) in die Schranken wiesen.
NICHT AUFHALTEN lässt sich die Mainzlarerin Sophia Bepler von Cristina-Ioana Mihai (HSG Bad Wildungen) auf dem Weg zu einem ihre
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NICHT AUFHALTEN lässt sich die Mainzlarerin Sophia Bepler von Cristina-Ioana Mihai (HSG Bad Wildungen) auf dem Weg zu einem ihrer neun Treffer. (Foto: ras)
(cso) TVM-Coach Dr. Jürgen Gerlach fand nach der Partie deutliche Worte: »Das ist Frauenhandball, wie ich ihn sehen möchte. Vielen Dank an die Mannschaft. Ich habe zum ersten Mal hier ein Publikum gesehen, das richtig mitgegangen ist.« Im Hinblick auf die noch verbleibenden Spiele richtete er im Anschluss an die Pressekonferenz noch eine Bitte an die Zuschauer: »Bitte unterstützen Sie uns auch in Weibern und Bensheim.« Der Abstand auf Platz vier beträgt allerdings weiterhin fünf Punkte. Das Unternehmen Playoffs hat somit weiterhin nur theoretische Chancen. Diese Tatsache soll jedoch auf keinen Fall die sehr beeindruckende Vorstellung schmälern, die die Gerlach-Schützlinge am Samstag boten.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Gastgeberinnen drängten von Beginn an auf das HSG-Tor. Karoline Müller, Martina Halasova und Sophia Bepler warfen in den ersten acht Minuten eine 6:1-Führung heraus. Die Wal-deckerinnen kamen überhaupt nicht in die Partie und hatten anfangs haarsträubende Fehlwürfe zu verzeichnen, sodass Mainzlar den Vorsprung halten konnte (11:5/16.).

Die einzige Schwächephase schlich sich Mitte der ersten Hälfte ins Mainzlarer Spiel ein. Die drei Fehlpässe im Angriff wogen allerdings nicht so schwer, da der TVM hinten zweimal Glück mit dem Pfosten hatte. Bis zur Pause gelang es der Gerlach-Truppe, die Führung auf ein komfortables 19:10 auszubauen. Nie in den Griff zu bekommen war dabei aufseiten der Gastgeberinnen Linksaußen Sophia Bepler.

Auch nach der Halbzeit machten die TVM-Akteurinnen sofort klar, dass sie sich nicht auf dem Vorsprung ausruhen wollten. Neben Bepler auf der Außenposition war es nun auch immer wieder Martina Halasova, die am Kreis meist von Laura Schmitt und Nina Hess freigespielt wurde und der Gäste-Torfrau kaum eine Chance ließ. Zwischen Minute 49 und 53 - das Spiel war längst entschieden - lief Karoline Müller auf Rechtsaußen nochmals heiß. Ihre vier Treffer bedeuteten das 34:20.

Das Fazit von Dr. Jürgen Gerlach: »Sophia Bepler hat eine sensationelle Partie gespielt. In der Deckung hat sich die Videoanalyse der letzten Wochen bemerkbar gemacht. Auch mit Vilma Gainskyte habe ich heute Nachmittag nochmal Video geschaut.« HSG-Trainer Gernot Weiß ergänzte: »Wenn Mainzlar immer so gespielt hätte, dann wären sie jetzt viel weiter vorne.«



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Artikel vom 08.03.2010 - 10.30 Uhr
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