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Mathias Fischer neuer Trainer bei den LTi Gießen 46ers

Artikel vom 28.06.2012 - 07.00 Uhr

Mathias Fischer neuer Trainer bei den LTi Gießen 46ers

(gae) Vom Traunsee an die Lahn. Mathias Fischer wird neuer Trainer des mittelhessischen Basketball-Bundesligisten LTi Gießen 46ers. Nach übereinstimmenden Meldungen mehrerer österreichischer Zeitungen hat der 40-Jährige beim österreichischen Erstligisten Gmunden Swans von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht und bei den Mittelhessen angeheuert.

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Bereits am Dienstag hatte die AZ berichtet, dass Fischer der heißeste Kandidat beim Traditionsverein ist. Heute wird der neue Coach von den LTi Gießen 46ers offiziell vorgestellt.

Fischer leitete seit 2009 die sportlichen Geschicke bei den Oberösterreichern, mit denen er eine Meisterschaft, zwei Vizetitel und drei Pokalgewinne holte. Der Deutsche mit polnischen Wurzeln wurde zudem in der abgelaufenen Runde in Österreich zum wiederholten Mal zum »Trainer des Jahres« gekürt. Wie der Sportliche Leiter der Swans, Harald Stelzer, gegenüber »nachrichten.at« sagte, sei der Klub einerseits betrübt über den Verlust des Erfolgstrainers, andererseits aber auch stolz, dass der als »Noname« an den Traunsee gekommene Fischer nun in die starke deutsche Bundesliga transferiert wurde.

Fischer ist in deutschen Basketballkreisen kein Unbekannter. Als aktiver Spieler agierte er mit Arved Kramer und Eric Taylor im Bonner Zweitligateam. Auf dem Spielfeld bekleidete der 1,88-m-Mann entweder die Position des Spielmachers oder die des Shootingguards. Als Trainer legt Fischer großen Wert auf Disziplin und Leidenschaft. In einem früheren Interview betonte er, dass in seiner Basketballphilosophie eine aggressive Verteidigung eine sehr große Rolle spiele. Und damit man dies verwirklichen könne, müsse man über eine sehr gute Kondition verfügen.

Fischer fungierte als Co-Trainer bei der deutschen U20-Nationalmannschaft und bei der A2. Des Weiteren assistierte er in der Bundesliga-Saison 2003/2004 bei Brandt Hagen und 2004/2005 bei RheinEnergie Köln, ehe es ihn später nach Österreich trieb, wo er zunächst beim Erstligisten Wörthersee Piraten Klagenfurt als Headcoach arbeitete. Nach einer Saison wechselte er dann innerhalb der ABL (Admiral Basketball Bundesliga) zu den Gmunden Swans, mit denen er in seinen drei Amtsjahren national sehr erfolgreich war.

Der heutige Tag in Gießen dürfte für Fischer stressig werden, denn nach der Pressekonferenz stehen sicher die ersten Gespräche mit den in Gießen noch weilenden Spielern wie zum Beispiel Achmadschad Zazai oder Mathias Perl an. Am Freitag zieht es ihn wieder nach Österreich, da in Gmunden ein Abschlussgespräch geplant ist.

Dem Vernehmen nach bringt Fischer Sharaud Curry, den 1,78 m großen Spielmacher der Swans, mit nach Gießen.

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Artikel vom 28.06.2012 - 07.00 Uhr
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Leserkommentare
(28.06.2012 10:11)
zettel24
...
@Be_David: Volle Zustimmung. Schon dreimal abgestiegen, aber immer noch als einziges Team durchgehend der Bundesliga zugehörig - das liest sich schon außergewöhnlich. Es wäre zu wünschen, dass es hier endlich mal einen Schub nach vorne gibt und man aus diesem Strudel herauskommt. Glauben kann ich aber irgendwie nicht...
(28.06.2012 09:18)
Be_David
Täglich grüßt das Murmeltier
Mit Verwunderung liest man den Artikel in dem der Heiland erneut in Gießen erscheint. Die Zeitung berichtet, dass Herr Fischer der heißeste Kandidat war. Ich lese - vergleicht man die Berichterstattung der letzten Tage - immer noch Mutapcic zwischen den Zeilen.
Wie dem auch sei: Als Außenstehender, der den Gießener Basketball nur noch aus weiter Entfernung sehen kann, fragt man sich wie lange diese Art des lebenserhaltenden Profisports noch durchgezogen werden soll. Trainer bringen Spieler aus Österreich mit, "starke" Spieler, die in der letzten Saison abgestiegen sind, sollen gehalten werden. Wildcards und das Abwenden der eigenen Supporter gegen ein solches Verfahren (...) eine unglaubliche Geschichte.
Und jetzt könnte man meinen, dass ich den aktiven Bundesliga-Basketball in Gießen nicht unterstützen wollte? Das ist falsch. Es ist beachtlich, dass sich die Region doch vor jeder Saison neu motivieren kann, den Traditionsclub zu unterstützen. Also kein Zerreden des neuen Coaches bevor es los geht. Dennoch die kritische Anmerkung: Irgendwie liest sich das alles "sehr, sehr bekannt".
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