Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Sport » Lokalsport »

Niko Weber hält den Sieg fest

Artikel vom 21.02.2010 - 22.49 Uhr

Niko Weber hält den Sieg fest

Die HSG Wetzlar hat in der Handball-Bundesliga der Männer ihre eigene Situation mit einem Schlag beruhigen können. Als Peter Jungwirth zwei Minuten vor Schluss von rechtsaußen zum 25:21 einwarf, rissen sowohl seine Mitspieler als auch die komplette Bank die Arme in die Höhe. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Trainer Michael Roth gegen GWD Minden mit 26:23 (12:10) durch und vergrößerte bei eigenem 15:23-Punktestand den Vorsprung auf das Schlusslicht (5:37) auf komfortable zehn Zähler.
TALFAHRT ZU ENDE: Nach drei langen Monaten hatten die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar endlich wieder Grund zur  Freude.	(V
Lupe - Artikelbild vergrössern
TALFAHRT ZU ENDE: Nach drei langen Monaten hatten die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar endlich wieder Grund zur Freude. (Vogler)
Der Dreher von Peter Jungwirth, der zuvor noch zusammen mit seinem Rechtsaußen-Kollegen Avishay Smoler mehrfach freistehend an den Mindener Torstehern gescheitert war und damit eine frühere Entscheidung vergeigt hatte, sorgte bei den Gastgebern für entspannte Gesichtszüge und vertrieb für diesen Moment die Sorgenfalten, die in den letzten Monaten immer tiefer geworden waren. »Der Erfolg ist für die Region Gold wert«, rückte Trainer Michael Roth den Heimsieg bewusst in eine besondere Dimension.

Die Partie hatte wenig Klasse, wenig Rasse - dafür aber ging es mit harten Bandagen zur Sache. Giorgos Chalkidis verwechselte früh den griechisch-römischen Stil mit Freistilringen (18.) und wurde dafür für zwei Minuten von der Matte geschickt. Den Kreisläufern auf beiden Seiten drohte gegen jeweils konsequente und wenig zimperliche Innenblocks mehrfach die Pflegestufe 3. Torhüter Nikolai Weber musste nach 25 Minuten von Mindens unermüdlichem Antreiber Stephan Just einen Wirkungstreffer aus kurzer Distanz an den Kopf einstecken.

Der Wetzlarer Torhüter war aber der überragende Mann des Abends. Nach exakt 8:42 Minuten hatte der 29-Jährige bereits fünf (!) Würfe der Ostwestfalen entschärft, denen somit erst nach 11:07 Minuten durch einen Gegenstoß von Kreisläufer Anders Henriksson das erste Feldtor zum 3:3-Ausgleich gelang. In Anbetracht der 12 (!) Großtaten von Nikolai Weber zwischen den Pfosten hätten die Mittelhessen zur Pause eigentlich deutlicher als nur mit 12:10 führen müssen. Dies verhinderten einmal die Aussetzer von Smoler (15., 24.) sowie geistig frischer wirkende Mindener, die sich nach Webers-Glanzparaden nahezu jeden Abpraller fischten und verwerteten (6:6, 19./11:9, 27.).

Neben Nikolai Weber auf Wetzlarer Seite war es in Mindener Reihen der Ex-Dutenhofener Aljoscha Schmidt mit seinem vor allem im ersten Abschnitt bärenstarken Auftritt (5/2 Treffer), der an diesem Abend ein spezielles Bewerbungsschreiben abschickte. Der HSG-Keeper für eine vorzeitige Verlängerung seines noch bis 2011 laufenden Vertrages; der GWD-Linksaußen im Falle eines Mindener Abstieges als Nachfolger des zu MT Melsungen abwandernden Michael Allendorf, der trotz gellender Zuschauerpfiffe beginnen durfte, aber blass blieb und früh von Trainer Roth wieder vom Feld genommen wurde.

Drei, vier freie Chancen ausgelassen, sich selbst und die gegnerische 6:0-Deckung (flügellahm) nicht in Bewegung gebracht - und schon drohte beim 15:16 in der 42. Minute durch Moritz Schäpsmeier zur ersten Gäste-Führung überhaupt das Dormagener, Balinger und Düsseldorfer Murmeltier. Diesmal aber zeigten gerade die Wetzlarer Leistungsträger keine Nerven, bewahrten Daniel Valo, Alois Mraz und Sven Sören Christophersen die Ruhe.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 21.02.2010 - 22.49 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang