(aj) Tabellenführer RSV Lahn-Dill hat mit dem 18. Erfolg im 18. Saisonspiel die Hauptrunde der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) mit einer weißen Weste abgeschlossen und zieht als Ligaprimus in die Playoffs ein. Am letzten Spieltag der RBBL gewannen die ersatzgeschwächten Mittelhessen nach einer deutlichen Leistungssteigerung in Durchgang zwei sicher mit 82:62 (35:28) beim Hamburger SV.
Ohne den verletzten Center Dirk Köhler sowie den an den kanadischen Verband abgestellten Routinier Richard Peter fehlte den Gästen in der Hamburger Sporthalle Wandsbek in der Anfangsphase die nötige Spannung. So führten die Hamburger mit 13:8 (6.). »In dieser Phase waren wir nicht wach und vor allem unsere Kommunikation auf dem Feld ließ stark zu wünschen übrig«, so RSV-Trainer Nicolai Zeltinger nach der Schlusssirene. Erst die beiden Center Joey Johnson und der eingewechselte Kai Gerlach konnten mit ihren Punkten in der letzten Minute des Auftaktviertels die Führung des RSV zurückerobern. Im zweiten Spielabschnitt legte der Gast dann zwar einige Schwächen ab und kam mit einem 8:0-Lauf zu einem 26:16-Vorsprung (13.), doch insbesondere Hamburgs Ahmet Coskun stellte sich immer wieder als Unruheherd heraus.
Nach dem 35:28 zur Pause unterstrich einmal mehr Eigengewächs Gerlach seine zurzeit selbstbewusste und erfolgreiche Spielweise mit drei Körben in Serie zum 41:28 (22.), dem Michael Paye nur wenige Sekunden später die 43:28-Vorentscheidung (23.) folgen ließ. Der 22-jährige Biebertaler kassierte zusammen mit Kapitän Johnson dann auch die Bestnoten von Trainer Zeltinger, der in sein Lob aber auch erneut Thomas Gundert einbezog, der mit zehn Rebounds und vier geblockten Würfen vor allem in der Verteidigung einen sehr soliden Part einnahm. Im Gefühl der zurückgewonnenen Souveränität durch eine deutliche Leistungssteigerung nach der Halbzeitpause, ging nun ein Ruck durch die gesamte Mannschaft, die jetzt auf allen Positionen leistungsstärker und abgeklärter agierte und über 68:44 (34.) mit 82:62 gewann.
Für den RSV Lahn-Dill steht nun zunächst das Playoff-Halbfinale gegen den ASV Bonn im Fokus. Das Hinspiel am Rhein steigt dabei am 20. März, ehe das entscheidende Rückspiel in Wetzlar dann am Karsamstag (3. April) folgt.