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Rote Teufel verlieren nach 5:1-Führung zweistellig

Artikel vom 04.03.2012 - 22.39 Uhr

Rote Teufel verlieren nach 5:1-Führung zweistellig

(dbf/mn) 4:0 (22.), 5:1 (27.), 5:6 (40.), 7:6 (45.), 8:7 (47.), 9:8 (49.) - 9:10 (60.). Der EC Bad Nauheim erlebte am Sonntag einen denkwürdigen wie zugleich bitteren Abend in Rostock.

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FASSUNGSLOS: RT-Trainer Fred Carroll sieht, wie seine Mannschaft eine 5:1-Führung verspielt. (Foto: Storch)
Ein achtminütiger Blackout mit fünf Gegentoren zum Ende des zweiten Abschnitts hatte einer bis dahin einseitigen Partie eine Wende gegeben und ein nervenaufreibendes Schlussdrittel eingeleitet, in dessen Verlauf die Roten Teufel gleich dreimal die Führung übernahmen, diese aber ebenso schnell wieder verspielten und 32 Sekunden vor der Sirene den alles entscheidenden Treffer zum 9:10 (3:0, 2:6, 4:4) hinnehmen mussten. Doch damit nicht genug: Kevin Lavallee verletzte sich gleich im ersten Wechsel der Partie am Knie und verschwand in der Kabine. Befürchtet wird eine Innenbandverletzung, die eine mehrwöchige Pause nach sich ziehen könnte. In der Endrunde der Eishockey-Oberliga muss die Mannschaft von Fred Carroll vor den abschließenden Spielen gegen Leipzig (Freitag, 19.30 Uhr) und in Dortmund (Sonntag, 19 Uhr) nun um die Playoff-Qualifikation bangen.

Der Gast schien die kurzfristigen Ausfälle von Manuel Weibler und Dennis Cardona (beide waren grippekrank daheim geblieben) wegstecken zu können und ließ sich auch vom frühen Lavallee-Ausscheiden nicht irritieren. In einem druckvoll wie dominant geführten ersten Abschnitt beherrschten die Hessen ihren Gastgeber, gingen folgerichtig mit einer 3:0-Führung in die erste Pause. Auf 5:1 war der Vorsprung ausgebaut worden, als plötzlich jeder Piranhas-Vorstoß mit einem Torerfolg abgeschlossen wurde.

Selbst das 5:6 zur zweiten Pause warf Bad Nauheim, nun mit drei Außenstürmerpärchen und Lanny Gare und Dylan Stanley als Center rotierend, nicht aus der Bahn. Doch kaum hatten die Badestädter vorgelegt, nutzte Rostock die Schläfrigkeit der Gastgeber, die in zuvor 39 Meisterschaftsspielen nur dreimal mehr als fünf Gegentreffer kassiert hatte. Den alles entscheidenden Gegentreffer erzielte der diesmal im Angriff eingesetzte Vjatcheslav Koubenski bezeichnenderweise aus spitzem Winkel gegen Torwart Markus Keller..

Rostock Piranhas : John - Janke, Blank, Schimming, Gall - Marsall, Sulcik, Stramkowski, Stratmann, Bartanus, Koubenski, Labuhn, Schmidt, Wegner.

EC Bad Nauheim: Keller - Mangold, Baum, Ketter, Kohl, Franz - Schwab, Gare, Stanley, Maaßen, Lavallee, Kujala, May, Baldys, Striepeke, May.

Tore : 0:1 (5.) Kujala, 0:2 (7.) Penalty Maaßen, 0:3 (15.) Stanley (Baldys, Kujala), 0:4 (22.) Gare (Baldys, Baum - 5-4), 1:4 (25.) Sulcik, 1:5 (27.) Schwab (Kujala - 4-5), 2:5 (32.) Marsall (Stratmann, Labuhn - 5-4), 3:5 (35.) Sulcik (Janke, Marsall), 4:5 (38.) Marsall (Stramkowski), 5:5 (38.) Stratmann (Bartanus), 6:5 (40.) Marsall (Stratmann), 6:6 (45.) Gare, 6:7 (45.) Maaßen (Kujala, Baldys), 7:7 (46.) Blank (Stramkowski, Labuhn), 7:8 (47.) Franz, 8:8 (47.) Marsall (Sulcik), 8:9 (49.) Gare (Stanley, Schwab), 9:9 (52.) Sulcik (Blank -5-4), 10:9 (60.) Koubensky (Stratmann, Sulcik).

Strafminuten : Rostock 6 plus zehn Minuten (Sulcik), Bad Nauheim 8. - Zuschauer : 906.

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