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TSG Wieseck überrascht im Hessen-Derby

Artikel vom 18.10.2010 - 09.37 Uhr

TSG Wieseck überrascht im Hessen-Derby

(rsc) Wer hätte das gedacht? Bisher hatten sie auswärts noch nichts gerissen in der C-Junioren, Regionalliga Süd. Gerade mal ein Törchen geschossen, bei null Punkten. Und ausgerechnet beim selbsternannten Meisterschaftsanwärter Eintracht Frankfurt spielte die TSG Wieseck am Samstag im Hessen-Derby groß auf und konnte die Heimreise mit einem unerwarteten Remispunkt (2:2) im Koffer antreten.
Das Trainergespann Robert Majcen und Deniz Solmaz gab sich nach dem unerwarteten Unentschieden ganz gelöst: »Für die Moral war das sehr wichtig. Zu erleben, dass sie für ihre Anstrengungen auch belohnt wurden, war für die Jungs eine gute Erfahrung.«

Und wer hätte gedacht, dass sich die Eintracht zeitweise auf Konter verlegen musste, weil Wieseck so stark spielte. So nach der 2:1-Führung der Gastgeber kurz nach der Pause, mit der sich die Gäste partout nicht abfinden wollten. Insbesondere Maurice Trindate, Sirk Kisch und Mirko Freese trieben das Spiel nach vorn immer wieder an. Auf der anderen Seite scheiterten die Adlerträger mit ihren höchst gefährlichen Kontervorstößen mehrmals kurz hintereinander am überragenden Wiesecker Torhüter Tizian Göbel. Robert Majcen: »Tizian hat drei hundertprozentige Chancen pariert und damit einen höheren Rückstand verhindert.«

Und dann trat das ein, was nach vergebenen Chancen des Gegners häufiger passiert. Bei einer Rückgabe der Frankfurter stiebitzte der clevere Wiesecker Patrick Strauss zehn Minuten vor Spielende dem Frankfurter Torwart den Ball. Dieser reagierte mit einem Foul in seinem Strafraum. Den fälligen Elfmeter versenkte Spielführer Sirk Kisch eiskalt zum 2:2-Ausgleich.

Die Gastgeber reagierten nun mit wütenden Angriffen und inszenierten einen wahren Sturmlauf bis Spielende. Dass das Remis die letzten Minuten über die Zeit gerettet werden konnte, war nicht zuletzt auch dem starken Innenverteidigerpaar Markus Haberkorn und Noah Glaw zu verdanken, die am Samstag glänzend aufgelegt waren. Der Punkterfolg war also nicht nur das Resultat des finalen Daumendrückens der 50 mitgereisten Wiesecker Anhänger.

Dabei hatte alles wieder einmal so richtig bescheiden begonnen. Noch in der ersten Minute hatte Auer nach einer Ecke aus kurzer Entfernung zum 1:0 für die Eintracht abgestaubt. Durch diese frühe Führung hatte Frankfurt Auftrieb erhalten, während Wieseck erst nach einer Viertelstunde ins Spiel fand. Gerade, nachdem der 0:2-Rückstand von Tizian Göbel mit einer tollen Parade verhindert worden war. Wieseck war ständig stärker geworden und hatte das Spiel ausgeglichen gestalten können. Dann nach einer halben Stunde der bis dahin schönste Spielzug der Gäste: Über die Stationen Kisch-Strauss-Trindate-Strauss hatte der auf gespielte Trindate den Ball erhalten, war mit diesem in den Strafraum eingedrungen, hatte auf Strauss gepasst, der souverän ins lange Toreck zum 1:1-Ausgleich getroffen hatte.



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Artikel vom 18.10.2010 - 09.37 Uhr
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