Die Trainer haben sich sehr stark darum bemüht, dass die Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar die Auswärtsaufgabe beim abgeschlagenen Schlusslicht TV Beyeröhde nicht zu sehr auf die leichte Schulter nehmen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sich der Favorit aus Mittelhessen souverän mit 34:24 (17:14) durch.
»Insgesamt können wir sehr zufrieden sein. Natürlich haben wir in der Anfangsphase nicht unser ganzes Potenzial abgerufen. Da haben wir uns zu sehr der langsamen Spielweise des Gegners angepasst. Wir haben nicht verschoben und sind in der Deckung nicht richtig zur Sache gegangen. Das hat uns nicht gefallen«, meinte Co-Trainer Eckhard Weber.
Der designierte Absteiger aus dem Bergischen Land schaffte es sogar, durch die bundesligaerfahrene Ilka Held mit 6:5 (7.) in Führung zu gehen. Ein Treffer, der vom TVM umgehend beantwortet wurde und als Weckruf zu verstehen war. Während sich Beyeröhde mühte, ließen es die Mittelhessinnen in den ersten 30 Minuten verhältnismäßig locker angehen. Nach einem Doppelpack der abermals starken litauischen Nationalspielerin Ruta Latakaite lag die Gerlach-Truppe entspannt mit 14:11 in Front – allerdings ohne wirklich überzeugen zu können. Der TVB schaffte jedoch abermals durch die gute Held (14:16./29.) den Anschluss.
»Wir konnten uns erst im zweiten Durchgang richtig absetzen und hatten sicher auch konditionelle Vorteile. Beyeröhde war ziemlich schnell platt«, sagte Weber. Seine Mannschaft kam mit neuem Elan und neuer Spielfreude aus der Kabine. Perspektivspielerinnen wie Vanessa Deuster, Eva Tuschen oder Katharina Wagner standen vermehrt auf dem Parkett und bekamen von Teammanager Schrödel ein Sonderlob. »Es war ganz wichtig, dass auch diese Spielerinnen in der Verantwortung standen. Spielpraxis ist sehr wichtig und ich denke, dass die gesamte Mannschaft diese Aufgabe sehr gut gelöst hat. Nun können wir wieder etwas entspannter in die Zukunft schauen. Die jungen Spielerinnen haben ihren Job gut gemacht.«
Schrödel freute sich vor allem, dass das Abstiegsgespenst nun nicht mehr in Staufenberg umherirrt. Denn nach dem Sieg in Wuppertal verbesserte sich der TVM nicht nur auf den sechsten Platz – auch der Abstand zum Relegationsplatz wurde erheblich größer. »Die Mannschaft hat sich das durch die guten Leistungen in der letzten Woche verdient. Das Team zieht voll mit«, sagte der Teammanager.
Beyeröhde unterstützte die Mittelhessinnen auf seine Art und Weise. Kurz nach dem Seitenwechsel handelte sich Laura Magelinskas eine unnötige Zeitstrafe ein. Der TVM führte zu diesem Zeitpunkt bereits mit drei Toren Vorsprung und nutzte des Überzahlspiel clever und abgezockt aus. Martina Halasova per Siebenmeter und die pfeilschnelle Andrijana Atanasoska brachten ihr Team vorentscheidend mit 19:14 in Front. Als Vanessa Deuster gar das 22:15 in der 37. Minute markierte, war der Sieg der Mainzlarerinnen perfekt.